AUFLAGER

Je nach Beschaffenheit des Untergrundes und Belastung der Verkehrsfläche erfolgt die Auflagerung der Schlitzrinnen auf unterschiedliche Weise. Alle, von diesen Einbauhinweisen umfassten, Rinnen entsprechen Typ I der DIN EN 1433, das heißt sie benötigen kein lastabtragendes Fundament und/oder eine Ummantelung um in eingebautem Zustand die auftretenden Belastungen abtragen zu können.

Rinnen in Einbaustellen der Gruppen 1 bis 4 sind auf einem sorgfältig verdichteten Kies-Sand- oder Schotterbett (Frostschutzschicht) sowie einer frostunempfindlichen, dauerhaft standfesten Ausgleichsschicht, vorzugsweise aus Beton, aufzulagern.

Rinnen in Einbaustellen der Gruppe 6 sind auf einem Stahlbetonfundament aufzulagern, um eine ausreichende Lastausbreitung in den Baugrund zu gewährleisten und das Entstehen von Versätzen an den Stoßfugen im Laufe der Nutzung zu verhindern. Ist eine Einwirkung von Feuchtigkeit und Tausalz auf das Fundament nicht auszuschließen, so ist mindestens die Betongüte C 25/30 LP XC 2, XF 2, XA 1 oder C 30/37 XC 2, XF 2, XA 1 zu wählen. In Fällen, in denen kein tausalzhaltiges Wasser zum Fundament gelangen kann, ist mindestens ein C 25/30 XC 2, XF 1, XA 1 einzubauen.

Bei Einbaustellen der Gruppe 5 und über die Verkehrslasten von Flugzeugen hinausgehenden Lasten (beispielsweise Fahrzeuge zum Containerhandling wie Reachstackern) sind gesonderte Überlegungen unter Einbeziehung der Bodenkennwerte und maximal zulässigen und Setzungen anzustellen.

Die Kennwerte für das Planum unter dem Fundament bzw. der Sauberkeitsschicht sowie gegebenenfalls die Mindestabmessungen und die Mindestbewehrung des Fundamentes gehen aus den Regelzeichnungen Einbau und Auflager für die jeweilige Einbausituation hervor. Diese Vorgaben sind unbedingt einzuhalten. Bei Anordnung auf einem Fundament ist die Verbindung zwischen Rinne und Fundament mit einem geeigneten raumbeständigen Montage- oder Vergussmörtel herzustellen. Die Mörtelfuge muss mindestens der Festigkeitseigenschaft eines C 25/30, höchstens derer eines C 50/60 entsprechen. Kann eine späterer Feuchtigkeitszutritt zu dieser Fuge nicht ausgeschlossen werden, so ist auf die Frost- bzw. Frosttausalzbeständigkeit des Mörtels zu achten. Wird der Unterbau bei Schächten in Einbaustellen der Gruppe 6 aus Betonteilen für Straßenabläufe nach DIN 4052 hergestellt, so ist das Fundament in diesem Bereich zu verbreitern und die Bewehrung um den Schachtunterbau herum zu führen. Eine Regelzeichnung ist auf Anforderung erhältlich.

STAHLBETONSCHLITZRINNE EINBAUSTELLE GRUPPE 1 BIS 4, EINBAU UND AUFLAGER

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STAHLBETONSCHLITZRINNE EINBAUSTELLE GRUPPE 6, EINBAU UND AUFLAGER

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