- Abnahme bei Anlieferung
- Abladen und Lagern
- Auflager
- Verlegen Typ K
- Verlegen Typ N
- Dichtheitsprüfung
- Anordnung Ablade- und Verlegewerkzeug
- Fundamentbewehrung
- Profilierung Fundamentoberfläche
Verlegen Pfuhler-Schlitzrinnen-System Z Typ N
Stahlbeton-Schlitzrinnen sind mit geeigneten Hebezeugen, die ein gleichmäßiges und feines Heben und Senken gestatten, zu verlegen (z.B. Autokran, entsprechende Bagger). Dabei sind stets die zur Verfügung gestellten Verlegevorrichtungen wie unter 2. beschrieben zu verwenden.
Bei Klasse D sind die Schlitzrinnen in das bereits vorbereitete Mörtelbett zu verlegen und mit Keilen in der Höhe auszurichten. Ein komplettes nachträgliches Unterstopfen ist aufgrund der notwendigen vollflächigen Auflagerung nicht zugelassen.
Rinnen der Klasse F sind auf entsprechende Abstandhalter zu setzen und auszurichten. Der entstandene Spalt zwischen Rinnenelement und Fundament ist mit dem oben beschriebenen Vergussmörtel so zu verfüllen, dass eine vollflächige Auflage der Rinne gewährleistet ist.
Vor dem Zusammenführen der Elemente ist die Muffe und der Dichtring zu säubern und das mitgelieferte Gleitmittel auf die Dichtfläche der Muffe dick aufzutragen. Danach ist die am Verlegegerät hängende Schlitzrinne an die bereits verlegte Rinne heranzuführen, bis der Dichtring gleichmäßig erfasst wird und die Teile sind zusammen zu schieben. Nach dem Zusammenfügen der Rinnenelemente ist zu kontrollieren, ob der Dichtring nicht verschoben ist. Sollte dies der Fall sein, sind die Rinnelemente nochmals zu trennen, der Dichtring richtig aufzuziehen und die Teile neu zu fügen. Die Flucht der Oberflächen ist bei Bedarf durch Unterlegen mit Keilen auszurichten. Es ist darauf zu achten, dass die Breite der Stoßfugen mindestens 5 mm bis maximal 10 mm beträgt. Zur Vereinfachung der Verlegung sind an der Stirnfläche beim Spitzende Elastomer-Abstandhalter angebracht, die die Einhaltung dieser Vorgabe gewährleisten. Die Rinnen sind so zu fügen, dass die Abstandhalter an beiden Bauteilen anliegen. Sollten keine Abstandhalter vorhanden sein, kann die richtige Stoßfugenbreite z. B. durch Einstellen von Holzlatten entsprechender Stärke in die Fuge beidseits der Muffe während des Zusammenschiebens eingestellt werden.
Aus den anschließenden Verkehrsflächen dürfen keine Kräfte, wie z.B. aus Temperaturbeanspruchung, auf die Schlitzrinnen übertragen werden. Werden diese aus steifen Materialien, wie z. B. Beton, hergestellt, so ist dies planerisch zu berücksichtigen. Es sind daher entlang der Stahlbeton-Schlitzrinnen in den Platten ausreichend dimensionierte Dehnungsfugen (keine Scheinfugen) auszuführen. Um eine Übertragung von Bremskräften von den Rinnen in die angrenzenden Bauteile zu ermöglichen, sind der Fuge zwischen Rinnenelement und Verkehrsfläche auf die gesamte Rinnenhöhe durchgehende EPS-Hartschaumplatten EPS EN 13163 CS(10)150 in einer maximalen Breite von 8 cm oder gleichwertig einzubauen. Diese Platten dürfen durch Dehnungen der angrenzenden Flächenbefestigungen nie so stark komprimiert werden, dass sie Horizontalkräfte aus den Flächen auf die Rinnenelemente übertragen.
Nach der Verlegung und Fertigstellung der angrenzenden Flächen sind sämtliche Längs- und Querfugen mit einem Fugendichtstoff mit allgemeiner bauaufsichtlicher Zulassung für LAU-Anlagen zu verfüllen. Die entsprechenden Einbauanleitungen und Bedingungen der Dichtungsmaterialhersteller sind zu beachten.
Zur Vermeidung von Abplatzungen an Ecken und Kanten dürfen Stahlbeton-Schlitzrinnen während des Bauzustandes vor Fertigstellung der anschließenden Verkehrsflächen nicht überfahren werden. Bei Einsatz von Verdichtungsgeräten oder Deckenfertigern ist darauf zu achten, dass diese nicht zu dicht an die Stahlbeton-Schlitzrinnen herangeführt werden.