Stahlbeton-Rahmenbauteile mit Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung nach DIN 4060 sind die druckwasserdichte Lösung für Stauräume, Rückhaltebecken, Düker, Fußgängertunnel und Versorgungskanäle. Wandstärken 20, 25 oder 30 cm nach ZTV-Ing, Regelbaulänge 300 cm, Abmessungen bis 650 × 300 cm.
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Stahlbeton-Rahmenbauteile sind rechteckige Stahlbeton-Fertigteile mit werkseitig integrierter Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung nach DIN 4060. Sie kommen überall dort zum Einsatz, wo ein großer Abflussquerschnitt bei geringer Einbautiefe, ein rechteckiger Funktionsraum oder eine besondere Bauwerksform benötigt wird – Anforderungen, die sich mit runden Stahlbetonrohren nicht wirtschaftlich abbilden lassen. Die Fertigung erfolgt im Gießverfahren mit Erhärtung in der Schalung. Das garantiert geringste Toleranzen, Sichtbetonqualität und – zusammen mit der Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung – eine druckwasserdichte Verbindung direkt nach dem Verlegen. Die Verbindungen sind druckwasserdicht bis 0,5 bar. Wandstärken 20, 25 oder 30 cm nach statischen und konstruktiven Erfordernissen bzw. nach den Anforderungen der ZTV-Ing. Regelbaulänge 300 cm. Maximale Abmessungen bis 650 × 300 cm sind möglich; Zwischengrößen jederzeit realisierbar.
Das geradlinige Rahmenprofil mit 300 cm Regelbaulänge und Wandstärken 20, 25 oder 30 cm. Deckt die meisten Anwendungen in Stauräumen, Rückhaltebecken, Dükern, Fußgängertunneln und Versorgungskanälen ab. Abmessungen bis 650 × 300 cm möglich.
Sonderausführung mit Eckverstärkungen (Vouten) und integriertem Sohlgerinne. Die Vouten erhöhen die Steifigkeit der Rahmenecken und reduzieren Biegemomente; die Trockenwetter-Rinne konzentriert den Abfluss bei geringen Wassermengen und sorgt für Selbstreinigung durch erhöhte Schleppkraft. Ideal für Mischwasserkanäle, Stauraumkanäle und große Durchlässe unter Verkehrswegen.
Die robuste Variante zur Ein- und Auslaufgestaltung von Rahmenkanälen. Die U-förmige Trogform mit Flügelwänden sorgt für optimale Standfestigkeit bei Böschungsneigungen 1:1, 1:1,5 und 1:2; der Kopfbalken verbindet Stirnstück und Durchlass und verhindert das Abrutschen des Bodens. Einsatz in Durchlässen, Bachverrohrungen, offenen Gerinnen und Brückenbauwerken.
Richtungsänderungen im Rahmenkanalnetz ohne aufwendige Ortbetonlösungen. Maximale Abwinklung 25 gon pro Element; bei größeren Kurven werden mehrere Elemente aneinandergereiht. Integrierte Schachteinstiege (DN 1000, DN 800, DN 625 oder Sondermaße) und Deha-Anker für die Montage sind werkseitig realisierbar.
Modulares System aus nach oben offenem Trog und passgenauem Deckel (flache Abdeckung oder Haubenform). Die Kombination ermöglicht einfache Verlegung von Leitungen von oben und revisionsfreundlichen Zugang ohne flächiges Aufgraben. Einsatz in Heizkanälen, Kabelkanälen, Versorgungskanälen und offenen Gerinnen.
Die Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung nach DIN 4060 gewährleistet Druckwasserdichtheit bis 0,5 bar – sowohl von innen nach außen als auch umgekehrt. Ein Umlaufen der Dichtung bei Setzungen oder Frosteinwirkung ist durch die redundante Doppelkeil-Konstruktion nahezu ausgeschlossen.
Die Regelbaulänge von 300 cm ermöglicht schnellen Baufortschritt: Ein vierköpfiges Einbauteam kann pro Schicht bis zu 30 m Rahmenkanal verlegen. Die werkseitig aufgeklebte Dichtung macht zusätzliche Abdichtungsarbeiten auf der Baustelle überflüssig.
Stahlbeton C 35/45 aus kontrollierter Werksfertigung, Sichtbetonqualität durch das Gießverfahren mit Erhärtung in der Schalung und optional PE-HD-Auskleidung bei sehr starkem chemischem Angriff nach DIN 4030 – daraus resultieren Lebensdauern von 80 bis 100 Jahren.
| Wandstärken | 20, 25 oder 30 cm je nach statischer und konstruktiver Anforderung bzw. nach ZTV-Ing |
| Regelbaulänge | 300 cm |
| Druckwasserdichtheit | bis 0,5 bar nach DIN 4060 |
| Maximale Abmessungen | bis 650 × 300 cm (Zwischengrößen jederzeit möglich) |
| Beton | C 35/45, auf Wunsch HS-Zement (hochsulfatbeständig) |
| Normung | Herstellung nach DIN 4060, Bemessung nach Eurocode 2 (DIN EN 1992-1), Wandstärken nach ZTV-Ing |
Stahlbeton-Rahmenbauteile vereinen die Vorteile der Werksfertigung mit einer für den Tief- und Wasserbau idealen Materialpaarung. Im Vergleich zu Ortbeton-Lösungen und anderen Werkstoffen ergeben sich vier Vorteilsfelder.
| Individuelle Bemessbarkeit | Wandstärken 20/25/30 cm werden nach statischen und konstruktiven Erfordernissen gewählt; bei extremen Lasten oder sehr großen Querschnitten sind abweichende Stärken möglich. |
| Formstabilität durch Gießverfahren | Die Erhärtung in der Schalung liefert Toleranzen im Millimeterbereich und gleichbleibende Geometrie über das gesamte Bauteil. |
| Lagestabilität | Das hohe Eigengewicht – bis über 35 Tonnen pro Bauteil bei großen Abmessungen – sichert die Position auch im Grundwasser und bei dynamischen Verkehrslasten. |
| Lange Nutzungsdauer | 80 bis 100 Jahre Lebensdauer sind der Standard bei korrekt geplantem und eingebautem Bauteil. |
| Hochdruckspülfestigkeit | Die dichte, glatte Innenoberfläche aus dem Gießverfahren hält regulären Hochdruckreinigungen problemlos stand. |
| Chemische Beständigkeit | Optional erhältliche PE-HD-Auskleidung schützt bei sehr starkem chemischem Angriff nach DIN 4030 auch Industrieabwässer und sulfathaltige Medien über die gesamte Lebensdauer. |
| Nachhaltigkeit | Stahlbeton besteht aus regional verfügbaren Rohstoffen, ist recycelbar und bindet während der Karbonatisierung CO₂. |
| Wirtschaftlicher Einbau | Kurze Einbauzeiten durch Fertigteil-Logik, keine Wartezeit auf aushärtenden Ortbeton und sofortige Einsatzbereitschaft nach Verlegen. |
| Nicht brennbar | Stahlbeton der Baustoffklasse A1 nach DIN 4102 – besonders relevant in Fußgängertunneln, Versorgungskanälen und an Brückenbauwerken. |
Rahmenbauteile werden überall dort eingesetzt, wo ein rechteckiger Querschnitt, eine große Durchflusskapazität bei geringer Einbautiefe oder ein druckwasserdichtes Bauwerk gefordert sind. Für geradlinige Hauptstrecken empfehlen sich Standardelemente; für hydraulisch anspruchsvolle Abschnitte die Variante mit Vouten und Trockenwetter-Rinne. Ein- und Auslaufbereiche werden mit Böschungsstücken in Trogbauweise abgeschlossen, Richtungsänderungen mit Krümmern realisiert. Für die Leitungsführung in Versorgungskanälen bieten U-Tröge mit Haubenprofilen den besten Kompromiss aus Schutz und Zugänglichkeit.