Start » Stahlbetonrohre » Formstücke » Einbinderinge DN 500/750 – DN 1400/2100 Eiprofil
Einbinderinge mit Eiprofil-Querschnitt aus Stahlbeton zum dichten Anschluss von Eiprofil-Rohrleitungen an Schachtbauwerke, Sonderbauwerke und Übergabestellen. Hergestellt nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 im Nennweitenbereich DN 500/750 bis DN 1400/2100 – acht Standardnennweiten, abgestimmt auf die entsprechenden Eiprofil-Regelrohre.
Der Eiprofil-Einbindering ist das Pendant zum kreisrunden Einbindering, optimiert auf die besondere Geometrie des Eiprofils. Er wird in die Wandung eines Schacht- oder Sonderbauwerks einbetoniert und bildet dort den dichten Anschlusspunkt für die anschließende Eiprofil-Rohrleitung. Die Geometrie des Eiprofils erzwingt für den Einbindering zwei Maßangaben: DaB (gesamte Breite) und DaH (gesamte Höhe), weil das Profil nicht rotationssymmetrisch ist. Die Muffentiefen sind in zwei Gruppen gestaffelt: 130 mm bei DN 500/750 bis DN 800/1250, 155 mm bei DN 900/1350 bis DN 1400/2100 – die Staffelung entspricht den wachsenden Montage- und Maßtoleranzen bei größeren Nennweiten.
| Nennweite DN [mm] |
Außendurchmesser DaB* [mm] |
Außendurchmesser DaH** [mm] |
Muffentiefe t [mm] |
|---|---|---|---|
| 500/750 | 870 | 1115 | 130 |
| 600/900 | 970 | 1265 | 130 |
| 700/1050 | 1100 | 1445 | 130 |
| 800/1250 | 1230 | 1625 | 130 |
| 900/1350 | 1360 | 1805 | 155 |
| 1000/1500 | 1490 | 1985 | 155 |
| 1200/1800 | 1750 | 2345 | 155 |
| 1400/2100 | 1990 | 2685 | 155 |
Die Eiprofil-Einbinderinge bilden den dichten Bauwerksanschluss für Eiprofil-Sammler. Die speziell ausgeführte Muffengeometrie sichert die Dichtheit auch bei der asymmetrischen Lasteinleitung eines Eiprofil-Rohrs; ohne Eiprofil-spezifischen Einbindering wäre ein dauerhaft dichter Anschluss an ein Bauwerk praktisch nicht realisierbar.
DaB und DaH unterscheiden sich deutlich – das Verhältnis DaH:DaB liegt bei etwa 1,3:1 bis 1,35:1 und folgt der klassischen Eiprofil-Kontur. Diese Form ist zwingend, damit der Einbindering in der Bauwerkswandung dieselbe Eiprofil-Öffnung hat wie der anschließende Rohrstrang.
Die Muffentiefe staffelt sich bei DN 800/1250 / DN 900/1350 von 130 mm auf 155 mm. Grund: Bei Eiprofilen wachsen mit steigender Nennweite nicht nur Innen- und Außenabmessungen, sondern auch die Winkel-Abweichungen beim Fügen (Rotationstoleranz um die Rohrachse). Eine größere Muffentiefe kompensiert diese Toleranzen.
Die Muffe nimmt einen Dichtring auf, der speziell für die Eiprofil-Geometrie ausgelegt ist. Ein Standard-Kreisrohr-Dichtring würde die asymmetrische Kontur nicht dauerhaft dicht umschließen.
Die Muffenausführung ist identisch zu den Eiprofil-Regelrohren derselben Nennweite. Damit kann der Einbindering ohne Sonderbauteile direkt an ein Regelrohr anschließen.
Ohne Eiprofil-Einbindering wäre der dichte Anschluss eines Eiprofil-Sammlers an ein Schachtbauwerk nur über aufwendige Ortbeton-Sonderkonstruktionen realisierbar. Der werkseitig gefertigte Einbindering macht den Bauwerks-Anschluss zu einem Standardbauteil.
Schachtbauwerk und Eiprofil-Sammler haben meist unterschiedliche Setzungscharakteristiken. Der Einbindering – fest mit dem Bauwerk betoniert – bildet eine definierte Setzungsebene; das Regelrohr schließt mit seiner Standardmuffe an, und kleine Setzungsdifferenzen werden vom Elastomerdichtring aufgenommen.
Die komplexe Eiprofil-Geometrie erfordert sehr präzise Fertigungstoleranzen, die nur unter Werksbedingungen erreichbar sind. Werkseitige Qualitätskontrolle garantiert, dass der Ring exakt zum Regelrohr passt und die Dichtheit vollständig hergestellt werden kann.
Die acht Standardnennweiten entsprechen genau den marktüblichen Eiprofil-Sammlernennweiten im kommunalen Kanalbau. DN 500/750 für kleinere Nebensammler, DN 1400/2100 für große Hauptsammler.
Identisch zum Eiprofil-Regelrohr – 100 Jahre und mehr bei ordnungsgemäßem Einbau. Der Einbetonier-Verbund mit dem Bauwerk ist dauerhaft stabil; der Dichtring nimmt alterungsbedingte Setzungen über die Lebensdauer auf.
Klassischer Einsatzbereich: Große städtische Schmutzwasser-Hauptsammler in Eiprofil-Bauweise laufen in Hauptschächte oder in die Zuläufe zu Klärwerken. An jeder solchen Schnittstelle wird ein Eiprofil-Einbindering verbaut.
In Mischsystemen werden Regenüberläufe oft als Eiprofil ausgeführt, um auch bei Trockenwetter eine ausreichende Fließgeschwindigkeit zu gewährleisten. Am Ein- und Auslauf in die Regenentlastungsbecken sind Eiprofil-Einbinderinge Standard.
Monolithisch gefertigte Schachtunterteile in Eiprofil-Ausführung (gibt es als Standardprogramm) enthalten bereits werkseitig eingebaute Einbinderinge der passenden Nennweiten. Der Sammler wird einfach aufgesteckt.
Bei Industrieabwasser-Sammlern mit hohem Schmutzstoffgehalt werden oft Eiprofile eingesetzt. An Kläranlagen-Zuläufen sind Einbinderinge der Standardanschluss.
Der Eiprofil-Einbindering wird mit dem Bauwerk betoniert. Wichtig: Die Ausrichtung muss absolut korrekt sein (Scheitel oben, Sohle unten), sonst lässt sich das Eiprofil-Regelrohr nicht fluchtgerecht anschließen. Die werkseitigen Markierungen für Scheitel und Sohle sind vor dem Betonieren zu prüfen. Der Beton muss den Einbindering vollständig umfließen – besonders an den engen Radien der Eiprofil-Ober- und -Unterseite. Nachverdichtung mit dem Innenrüttler ist zwingend, um Hohlräume zu vermeiden. Die Muffe wird vor dem Betonieren mit einer Schutzfolie abgedeckt; nach dem Ausschalen wird die Folie entfernt und der Dichtsitz gereinigt, bevor das Regelrohr eingefügt wird. Bei vorgefertigten Eiprofil-Schachtunterteilen erfolgt der Einbau werkseitig. Für Dichtheitsprüfung gilt DIN EN 1610.
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Der Unterschied liegt in der Geometrie: Der kreisrunde Einbindering hat einen einzigen Außendurchmesser (Da), der Eiprofil-Einbindering hat zwei Maße (DaB für Breite, DaH für Höhe). Die Muffenausführung ist ebenfalls Eiprofil-spezifisch und nimmt einen speziellen Dichtring auf, der die asymmetrische Kontur dauerhaft dicht umschließt.
Acht Standardnennweiten: DN 500/750, DN 600/900, DN 700/1050, DN 800/1250, DN 900/1350, DN 1000/1500, DN 1200/1800, DN 1400/2100. Die Bezeichnung folgt der Eiprofil-Konvention: Breite/Höhe in mm.
Die Staffelung auf 130 mm (DN 500/750 bis DN 800/1250) bzw. 155 mm (DN 900/1350 bis DN 1400/2100) spiegelt die mit der Nennweite wachsenden Montagetoleranzen wider. Bei großen Eiprofilen sind Abweichungen beim Anschluss größer – eine tiefere Muffe kompensiert das und sichert die Dichtheit.
Ja – die Muffenausführung ist identisch zu den Eiprofil-Regelrohren derselben Nennweite (DN 500/750 bis DN 1400/2100). Damit kann jeder Eiprofil-Sammler ohne Sonderbauteil an den Einbindering angeschlossen werden.
Der Einbindering wird vor dem Betonieren mit einer Hilfskonstruktion (Gerüst oder Spannvorrichtung) exakt ausgerichtet: waagerecht, mit Scheitel oben, in der gewünschten Höhenlage und mit der richtigen Fluchtung zum anschließenden Rohrstrang. Laser oder optische Messung sind dafür Standardwerkzeuge. Die Lagesicherung muss bis zum Abbinden des Bauwerkbetons gewährleistet sein.
Das ist konstruktiv aufwendig, weil eine Eiprofil-Öffnung in der Bestandswand hergestellt werden muss – nur mit Sägeschneiden möglich, nicht mit Kernbohrung. Für Sanierungen wird stattdessen oft ein lokales Ausbruchsbauwerk errichtet und der Einbindering dort eingebaut. Für Neubauten ist der Einbau mit Mitbetonierung Standard.
Rohr.de führt im Standardprogramm kreisrunde und Eiprofil-Einbinderinge. Für andere Sonderprofile (Drachenprofil, Maulquerschnitt) sind Einbinderinge in der Regel nicht als Katalogprodukt verfügbar; Sonderfertigungen auf Anfrage.