Start » Stahlbetonrohre » Formstücke » Aufgesetzte Schächte Form K-FM, gerade DN 1300 – DN 3000
Stahlbetonrohre der Form K-FM mit werkseitig aufgesetztem Schacht, hergestellt nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 im Nennweitenbereich DN 1300 bis DN 3000. Die Falzmuffe mit werkseitig aufgeklebtem Keilgleitring ist identisch zum Standardrohr derselben Nennweite – das Großnennweiten-Pendant zum aufgesetzten Schacht Form K-GM (DN 700 – DN 1200).
Bei begehbaren Großsammlern DN 1300 bis DN 3000 gewinnt der aufgesetzte Schacht seine volle Wirtschaftlichkeit: Der Schachtkörper muss bei Großnennweiten ohnehin in der Flucht des Rohrstrangs sitzen, weil seitlicher Anschluss bei Rohrdurchmessern von 1,50 bis 3,00 m praktisch nicht mehr sinnvoll ist. Der werkseitig aufgesetzte Schacht vermeidet die komplexe Ortbeton-Konstruktion und liefert das komplette Bauteil als einbaufertiges Fertigteil. Der Fertigungsprozess erfolgt im Vibrationsverfahren (K-FM-Standard für Großnennweiten). Die Falzmuffe des Aufsatzes ist maßlich identisch zum Standardrohr – dadurch lässt sich der Aufsatz an beliebiger Stelle des Rohrstrangs einfügen, ohne dass Sonderbauteile oder -dichtungen erforderlich sind.
Hinweis zu Maßen: Die genauen Abmessungen (Schachthöhe, Aufbauhöhe, Schachtinnendurchmesser, Rohrlänge) variieren je nach Nennweite und Projektanforderung. Bitte das rohr.de-Datenblatt „Form K-FM aufgesetzte Schächte DN 1300 – DN 3000″ anfordern oder Rücksprache mit dem Vertrieb halten.
Aufgesetzte Schächte Form K-FM sind das Standardbauteil für Einstiegs- und Revisionsstellen bei begehbaren Hauptsammlern. Bei Nennweiten ab DN 1300 ist der Einstieg in den Rohrquerschnitt der einzig praktikable Zugang für Inspektion, Spülung und Sanierung – der aufgesetzte Schacht bietet diesen Zugang als integraler Bestandteil des Rohrstrangs.
Bei Nennweiten DN 1300 bis DN 3000 wiegt ein Regelrohr bereits 3 bis 15 Tonnen. Ein separater Schachtkörper über einem solchen Rohr bedeutet zusätzliche 5 bis 10 Tonnen Bauteilgewicht plus aufwendige Rohrdurchführungen. Der monolithische Aufsatz vereinfacht die Statik und eliminiert die Rohrdurchführungen als Dichtungsschwachstelle.
Die Falzmuffe ist dimensional identisch zum Standardrohr derselben Nennweite. Das bedeutet: Dieselbe Dichtung, dieselbe Fügetechnik, identische Dichtheitsprüfung wie am restlichen Rohrstrang – auch an Knotenpunkten des Sammlers.
Die Schachtlasten (Eigengewicht des Aufsatzes + Verkehrslast über Schachtabdeckung) werden über den Rohrquerschnitt in das Bettungsmaterial abgeleitet. Bei Großnennweiten besonders wichtig, weil ein zentrales Schachtfundament über dem Rohr konstruktiv schwierig wäre.
Der werkseitige Aufsatz endet unterhalb der Geländeoberfläche. Der weitere Schachtaufbau (Schachthals, Konus, Auflagerring, Abdeckung) erfolgt bauseits mit Komponenten nach DIN EN 1917 / DIN V 4034-1 – flexibel anpassbar an jede Überdeckungshöhe.
Ein klassischer Revisionsschacht über einem DN 2000-Sammler erfordert typisch 8 bis 12 m³ Ortbeton, aufwendige Rohrdurchführungen mit Sonderdichtungen, separate statische Berechnung. Der aufgesetzte Schacht ersetzt das alles durch ein Fertigteil, das in derselben Taktung wie die Regelrohre verbaut wird.
Rohrdurchführungen in Schachtwandungen sind über die Jahrzehnte der Nutzungsdauer ein bekannter Ausfallpunkt – Setzungsdifferenzen zwischen Schacht und Rohr führen zu Undichtigkeiten. Der monolithische Aufsatz eliminiert diese Schwachstelle komplett.
Der Einstieg führt direkt in den begehbaren Rohrquerschnitt – ohne horizontale Passage durch eine Schachtsohle, ohne weitere Leitern. Das beschleunigt Wartungsgänge und erhöht die Arbeitssicherheit für Kanalpersonal.
Die Produktlinie deckt den gesamten Nennweitenbereich der Form K-FM ab. Der Planer muss keine Nennweiten-Grenze beachten – für jede DN-Größe seines Sammlers gibt es den passenden Aufsatz.
Bei allen Projekten sind alle Aufsätze in FBS-Qualität mit erhöhten Anforderungen lieferbar – insbesondere relevant bei kommunalen Großprojekten mit Abschreibungsdauern von 50 bis 80 Jahren.
Großsammler ab DN 1500 mit Einstiegsabständen von 50 bis 100 Metern sind der klassische Einsatzfall. Der Aufsatz wird gezielt an Revisionspunkten eingeplant – die Regelrohre dazwischen sind Standardrohre derselben Nennweite.
Bei Entlastungskanälen mit DN 2000 bis DN 3000 sind Revisionsstellen konstruktionsbedingt selten, aber an Knotenpunkten zwingend. Der aufgesetzte Schacht ist hier die bevorzugte Standardlösung.
Große Regenrückhaltekanäle brauchen an Ein- und Auslässen sowie an Drossel-Aggregaten Einstiegsstellen. Der aufgesetzte Schacht liefert diese ohne eine aufwendige Sonderkonstruktion.
Bei Industrieabwassersammlern großer Kapazität – etwa Kühlwasser-Sammeln in Kraftwerken oder Prozesswasser-Ableitungen – sind Inspektionen unter laufender Wasserführung ausgeschlossen. Der aufgesetzte Schacht ermöglicht den schnellen Zugang bei geplanten Stillstandszeiten.
Der Einbau erfolgt analog zu den Regelrohren der Form K-FM: Sauberkeitsschicht aus Beton C12/15, Unterbau entsprechend Bodenverhältnissen, plan vorbereitete Grabensohle. Die seitliche Verdichtung im Zwickelbereich ist bei aufgesetzten Schächten besonders wichtig – zu den Verkehrslasten addieren sich die Eigenlasten des Schachtaufsatzes, die über den Rohrquerschnitt abgetragen werden müssen. Aufgrund der großen Nennweiten (und entsprechend hoher Einzelgewichte von bis zu 20 Tonnen bei DN 3000) ist ein Hebezeug ab der 50- bis 80-Tonnen-Klasse oder ein Mobilkran einzuplanen. Anschlagpunkte sind werkseitig vorgesehen; die genaue Gewichtsangabe steht auf dem projektspezifischen Lieferschein. Der weitere Schachtaufbau erfolgt bauseits nach Fertigstellung der Rohrbettung. Für Einbetten, Verfüllen und Verdichten gelten DIN EN 1610 und das Arbeitsblatt DWA-A 139.
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 18
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 31
Aufgesetzte Schächte Form K-FM sind monolithische Stahlbetonbauteile aus Regelrohr und Schachtaufsatz, werkseitig in einem Guss gefertigt für den Nennweitenbereich DN 1300 bis DN 3000. Sie ersetzen den klassischen separaten Schacht über einem begehbaren Großsammler durch ein einbaufertiges Fertigteil und eliminieren damit die aufwendigen Ortbeton-Konstruktionen mit Rohrdurchführungen als Dichtungsschwachstelle.
Form K-GM ist die Glockenmuffe für Kreisrohre DN 300 bis DN 1200, hergestellt im Rüttelverfahren. Form K-FM ist die Falzmuffe für Großnennweiten DN 1300 bis DN 3000, hergestellt im Vibrationsverfahren. Bei Großnennweiten ist die Falzmuffe konstruktiv überlegen – sie baut flacher als eine Glockenmuffe und ist bei großen Rohrdurchmessern besser handhabbar. Die Funktion (monolithisch aufgesetzter Schacht) ist in beiden Produktlinien identisch.
Die Produktlinie deckt DN 1300 bis DN 3000 ab. Für noch größere Rohrdurchmesser (Sonderkonstruktionen) sind Anfertigungen auf Anfrage möglich; die statische und fertigungstechnische Prüfung erfolgt projektbezogen.
Die Falzmuffe des Aufsatzes ist identisch zum Standardrohr K-FM derselben Nennweite – mit werkseitig aufgeklebtem Keilgleitring aus Elastomer nach DIN 4060. Die Dichtung ist fest auf dem Spitzende montiert und vor Transport- und Montagefehlern geschützt. Dieselbe Dichtheit und Prüfbarkeit wie am übrigen Rohrstrang.
Die Aufsätze sind auf die Tragfähigkeit des Regelrohrs K-FM derselben Nennweite abgestimmt – SLW 60 ohne zusätzliche Maßnahmen in den üblichen Überschüttungshöhen. Bei abweichenden Randbedingungen (z. B. minimale Überdeckung, ständig hoher Grundwasserstand, besonders weiche Böden) ist eine individuelle statische Berechnung erforderlich.
Der werkseitige Aufsatz endet unterhalb der Geländeoberfläche. Der weitere Schachtaufbau – Schachthals, Konus, Auflagerring, Abdeckung – erfolgt bauseits mit Normschachtringen und -komponenten nach DIN EN 1917 / DIN V 4034-1. Das gibt vollständige Flexibilität bei der Anpassung an Überschüttungshöhe, Straßenkonstruktion und gewünschte Abdeckklasse (bis Klasse D 400 für Verkehrsflächen).
Aufgrund der Großnennweiten sind die Einzelgewichte entsprechend hoch. DN 1500-Aufsätze erreichen je nach Rohrlänge 6 bis 10 Tonnen, DN 3000-Aufsätze 15 bis 20 Tonnen. Für den Einbau ist ein Kettenbagger ab der 50-Tonnen-Klasse oder ein Mobilkran mit entsprechender Tragfähigkeit einzuplanen. DEHA-Anker oder Hebeösen sind werkseitig vorgesehen.