Monolithische Stahlbetonbehälter DN 1000 bis DN 3000 und Absenkschächte (inkl. für Microtunneling DN 1500 bis 3200) sind Spezialbauformen für höchste Dichtheit und extreme Einbautiefen. Fugenlose Fertigung und Absenkverfahren ohne Grundwasserabsenkung machen sie zur bevorzugten Lösung.
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Monolithische Behälter und Absenkschächte sind zwei Spezialbauformen im Stahlbeton-Fertigteilbau, die dort eingesetzt werden, wo Standard-Schachtunterteile mit aufgesetzten Ringen an konstruktive Grenzen stoßen. Beide Produktlinien teilen das Prinzip „massiv, monolithisch gefertigt, für Sonderanwendungen“ – der Unterschied liegt im Einbauverfahren. Monolithische Behälter werden in offene Baugruben abgesetzt und kommen bis Einbautiefen von etwa 5–6 m zum Einsatz. Absenkschächte hingegen senken sich durch ihr Eigengewicht selbst in den Boden ab – das Bauwerk dient gleichzeitig als Baugrubensicherung. Das ermöglicht Einbautiefen von 10, 20 oder mehr Metern und erspart in vielen Fällen die Grundwasserabsenkung. Eine Sondervariante der Absenkschächte sind die Absenkschächte für Microtunneling: Sie dienen als Start- und Zielschächte beim grabenlosen Rohrvortrieb und nehmen die Vortriebsmaschine sowie deren enorme Rückstoßkräfte auf.
Großvolumige Stahlbeton-Bauteile, bei denen Sohlplatte und Wandmantel aus einem einzigen Guss hergestellt sind – keine Arbeitsfuge, garantierte Dichtheit. Verfügbar in DN 1000, 1200, 1500, 2000, 2500 und 3000 mit modularem Aufbau (Bodenteil + Aufbauteile). Einsatz als Zisterne, Rückhaltebecken, Löschwasserbehälter, Pumpensumpf, Kleinkläranlage oder Fettabscheider.
Stahlbeton-Schachtbauwerke mit Schneidschuh-Konstruktion, die sich durch Eigenaushub in den Boden absenken. Das Bauwerk wirkt gleichzeitig als Baugrubensicherung – ideal für große Einbautiefen, beengte innerstädtische Bereiche und hohen Grundwasserstand. Nassaushub möglich, keine Grundwasserabsenkung erforderlich.
Spezialvariante als Start- und Zielschacht für den grabenlosen Rohrvortrieb von Rohren bis DN 800. Robust dimensioniert mit Wandstärken 150–260 mm für die Aufnahme der Rückstoßkräfte der Vortriebsmaschine. Mit werkseitig vorbereiteten Durchfahröffnungen.
Bei monolithischen Behältern werden Sohle und Wand in einem einzigen Gießvorgang hergestellt – es gibt keine Arbeitsfuge zwischen Boden und Mantel, die zur Leckage-Schwachstelle werden könnte. Das garantiert Dichtheit über die gesamte Lebensdauer von 80 bis 100 Jahren.
Integrierte Sohldicken von 150 bis 300 mm je nach Grundwasserdruck; bei Bedarf ergänzt durch vergrößerte Bodenplatte oder nachträgliche Ballastierung. Das Bauwerk bleibt auch im leeren Zustand bei hohem Grundwasser lagestabil.
Bei Absenkschächten entfällt die Grundwasserabsenkung komplett – Nassaushub und Unterwasserbetonsohle sind Standard. Bei monolithischen Behältern erlaubt der modulare Aufbau aus Bodenteil und Aufbauteilen Gesamthöhen bis knapp 6 m.
| Nennweiten monolithische Behälter | DN 1000, 1200, 1500, 2000, 2500, 3000 |
| Nennweiten Absenkschächte Microtunneling | DN 1500, 2000, 2500, 3200 |
| Wandstärken | 150 mm (monolith. Behälter), 150–260 mm (Absenkschächte je Nennweite) |
| Sohldicken monolith. Behälter | 150, 200, 230 oder 300 mm je nach Auftriebsanforderung |
| Beton | C 35/45 (Standard), HS-Zement (hochsulfatbeständig) auf Wunsch |
| Kranlast-Anker | 3 × 3–5 t, 3 × 6–10 t oder 3 × 12–20 t je nach Bauteilgewicht |
Stahlbeton-Spezialbauwerke aus werkseitiger monolithischer Fertigung bieten gegenüber gemauerten oder aus Einzelringen zusammengesetzten Lösungen klare Vorteile. Die vier wichtigsten Vorteilsfelder:
| Integrierte Auftriebssicherung | Sohldicken von 150 bis 300 mm bemessen nach Grundwasserdruck; Bodenplatte mit Überstand möglich. |
| Hohe Wandstärken | Bei Absenkschächten DN 3200 bis 260 mm – für die Aufnahme von Rückstoßkräften der Vortriebsmaschine. |
| Lagestabilität | Stückgewichte bis über 20 t sichern die Position auch bei Nassaushub und Unterwasserbetonsohle. |
| Lange Nutzungsdauer | 80 bis 100 Jahre bei korrekter Planung. |
| Keine Arbeitsfugen | Bei monolithischen Behältern fugenlose Verbindung zwischen Sohle und Wand – eliminiert Leckage-Schwachstelle. |
| Chemische Beständigkeit | HS-Zement oder PE-HD-Auskleidung bei aggressiven Medien möglich. |
| Nachhaltigkeit | Stahlbeton aus regionalen Rohstoffen, recycelbar, CO₂-bindend durch Karbonatisierung. |
| Wirtschaftlicher Einbau | Fertigteil-Logik mit kurzer Baustellen-Zeit und sofortiger Belastbarkeit nach Versetzen. |
| Einsparung Grundwasserabsenkung | Bei Absenkschächten komplett entbehrlich – spart erhebliche Kosten und schützt Umgebung. |
| Nicht brennbar | Stahlbeton der Baustoffklasse A1 nach DIN 4102. |
Bei Einbautiefen bis ca. 5 m in offener Baugrube und geringem Grundwasserstand sind monolithische Behälter die wirtschaftlichste Lösung – typische Anwendungen sind Regenwasserzisternen, Löschwasserbehälter und Pumpensümpfe. Bei größeren Tiefen, beengten Baustellenverhältnissen oder hohem Grundwasserstand empfehlen sich Absenkschächte, die sich selbst in den Boden absenken und als Baugrubensicherung wirken. Für den grabenlosen Rohrvortrieb sind die spezifischen Absenkschächte für Microtunneling DN 1500–3200 konzipiert.