Stahlbetonrohre mit Eiquerschnitt sind der hydraulische Spezialist für Mischwasserkanäle mit stark schwankenden Abflüssen. Durch die schmale Sohle erreichen sie auch bei Trockenwetter hohe Fließgeschwindigkeiten und zuverlässige Selbstreinigung – nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 von DN 300/450 bis DN 1400/2100.
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Rohre aus Stahlbeton mit Eiquerschnitt sind industriell gefertigte Betonbauteile mit einer eiförmigen, im unteren Bereich deutlich schmaler geschnittenen Durchflussform. Sie werden überall dort eingesetzt, wo stark schwankende Abflussmengen auf geringe verfügbare Gefälle treffen – klassisch in Mischwasserkanälen von Siedlungsgebieten. Im Unterschied zum Kreisquerschnitt sorgt die Geometrie des Eiprofils dafür, dass sich auch kleine Wassermengen zu Trockenwetterzeiten in einer schmalen Rinne sammeln. Das hält die Fließgeschwindigkeit oben, verhindert Ablagerungen und spart langfristig Wartungskosten. In regenreichen Zeiten bietet der weitere obere Teil des Profils ausreichend Reserve für Spitzenabflüsse. Unsere schalungserhärteten Eiprofilrohre werden nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 mit integrierter Dichtung gefertigt und decken den gesamten relevanten Nennweitenbereich von DN 300/450 bis DN 1400/2100 ab.
Die Hauptrohre werden im Schalungserhärtungsverfahren mit integrierter Dichtung gefertigt und decken den kompletten Nennweitenbereich von DN 300/450 bis DN 1400/2100 ab. Regelbaulängen von 2,50 m und 3,00 m sind je nach Nennweite verfügbar, optional mit Sohlschale oder Vollauskleidung aus BKU I (PVC hart) oder BKU II (PE-HD) für chemisch belastete Abwässer.
Durch die schmale Sohle sammelt sich auch ein kleiner Abfluss auf engerem Querschnitt, wodurch das Wasser höher steht und schneller fließt. Das Ergebnis ist eine deutlich höhere Schleppspannung als im Kreisrohr – und damit zuverlässige Selbstreinigung auch bei Trockenwetter.
Durch die Kombination von Beton (Druckfestigkeit) und Stahl (Zugfestigkeit) sind Stahlbeton-Eiprofilrohre extrem belastbar, auftriebssicher und halten mechanischen Einwirkungen über Jahrzehnte stand.
Die schmale Bauform des Eiprofils erlaubt einen engeren Rohrgraben als ein hydraulisch vergleichbares Kreisrohr. Das spart Erdaushub, Verfüllmaterial und – in asphaltierten Innenstädten – teure Wiederherstellung der Straßenoberfläche.
| Nennweiten (DN) | DN 300/450 bis DN 1400/2100, Breite × Höhe im Verhältnis 2:3 |
| Form | Eiquerschnitt, schmaler im Sohlenbereich, weiter im Scheitelbereich |
| Fertigungsverfahren | Schalungserhärtung mit integrierter Dichtung |
| Baulängen | 2,50 m und 3,00 m (je nach Nennweite verfügbar) |
| Sohlausstattung | optional mit Sohlschale oder Vollauskleidung aus BKU I (PVC hart) oder BKU II (PE-HD) |
| Normung | Herstellung und Bemessung nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 sowie der erhöhten FBS-Qualitätsrichtlinie |
Der Eiquerschnitt ist keine Alternative „für alle Fälle“, sondern die gezielte Lösung für eine konkrete hydraulische und städtebauliche Herausforderung: stark schwankende Abflüsse bei begrenzten Gefälle- und Platzverhältnissen. Im Vergleich zum Kreisquerschnitt liegen die Vorteile klar in der Hydraulik bei Teilfüllung und im Tiefbauaufwand.
| Höhere Fließgeschwindigkeit bei Trockenwetter | Während sich im Kreisrohr bei 10–20 % Füllung das Wasser breit in der Sohle verteilt und die Fließgeschwindigkeit unter den kritischen Wert von etwa 0,7 m/s absinkt, zwingt die schmale Sohle des Eiprofils denselben Abfluss in einen engeren Querschnitt. Das Wasser steht höher und fließt schneller. |
| Bessere Selbstreinigung | Die höhere Schleppspannung transportiert Sand und Feststoffe zuverlässig ab – Ablagerungen werden minimiert. |
| Reserve bei Starkregen | Der weitere obere Profilbereich fängt Abflussspitzen auf, ohne dass die Leitung sofort unter Druck gerät. |
| Rettung bei flachem Gelände | In Regionen wie Norddeutschland oder der Rheinebene, in denen nur 1 ‰ oder 2 ‰ Gefälle realisierbar sind, funktioniert die Selbstreinigung im Kreisrohr oft nicht mehr zuverlässig. Das Eiprofil ist hier die technisch sichere Lösung. |
| Weniger Tiefbau auf langen Strecken | Jeder Zentimeter zusätzliches Gefälle führt am Ende einer langen Trasse zu einem deutlich tieferen und teureren Baugrubenabschnitt. Das Eiprofil reduziert diesen Zwang. |
| Schmaler Graben | Bei vergleichbarer Kapazität ist ein Eiprofil schmaler als ein Kreisrohr – die Grabenbreite sinkt, Aushub und Verfüllmaterial werden eingespart. |
| Wartungskosten über die Lebensdauer | Die bessere Selbstreinigung verlängert die Intervalle zwischen Hochdruckspülungen. Über eine Nutzungsdauer von 100 Jahren summiert sich das zu einem spürbaren Vorteil bei den Betriebskosten. |
| Begehbarkeit | In den größeren Nennweiten ist die Ergonomie für Inspektionsarbeiten besser als im Kreisrohr, da der Mensch in einem eher menschenförmigen Querschnitt aufrechter stehen kann. |
| Lange Nutzungsdauer | Bei ordnungsgemäßem Einbau erreichen Stahlbeton-Eiprofilrohre 100 Jahre und mehr. |
| Hochdruckspülfestigkeit | Reinigungsdrücke über 300 bar halten sie problemlos stand. |
| Abriebfestigkeit | Widerstandsfähig gegen sandhaltige Abwässer und hohe Fließgeschwindigkeiten. |
| Optional chemisch geschützt | Für aggressive Abwässer stehen Ausführungen mit Sohlschale oder Vollauskleidung (BKU I / BKU II) zur Verfügung. |
Stahlbeton-Eiprofilrohre werden typischerweise eingesetzt bei Mischwasserkanälen mit ausgeprägtem Trocken-/Regenwetterunterschied, in flachem Gelände mit minimalem Gefälle, auf langen städtischen Sammelleitungen, bei beengten Trassenverhältnissen in Innenstädten und überall dort, wo die Selbstreinigung eines Kreisrohrs hydraulisch nicht mehr sicher gestellt werden kann. Für Richtungsänderungen und den Anschluss an Schachtbauwerke ergänzen die passenden Krümmer und Einbinderinge das System.
Stahlbetonrohre mit Eiquerschnitt sind industriell gefertigte Betonbauteile mit einer eiförmigen Durchflussform, die im unteren Sohlenbereich deutlich schmaler ist als im oberen Scheitelbereich. Dadurch sammelt sich auch ein kleiner Abfluss in einer engen Rinne und fließt schneller als im Kreisrohr – das sichert die Selbstreinigung bei Trockenwetter in Mischwasserkanälen.
Die schalungserhärteten Stahlbeton-Eiprofilrohre werden nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 im Nennweitenbereich von DN 300/450 bis DN 1400/2100 gefertigt. Die Bezeichnung folgt dem Schema Breite/Höhe im Verhältnis 2:3, also zum Beispiel DN 500/750 (500 mm Innenbreite × 750 mm Innenhöhe).
Der Eiquerschnitt lohnt sich immer dann, wenn stark schwankende Abflüsse auf geringe Gefälle oder enge Bauverhältnisse treffen. Klassische Anwendungsfälle sind Mischwasserkanäle mit deutlichem Unterschied zwischen Trockenwetter- und Regenwetterabfluss, flaches Gelände mit 1 ‰ bis 2 ‰ Gefälle sowie innerstädtische Trassen mit beengten Platzverhältnissen. Bei konstanten Abflussmengen und großen Hauptsammlern bleibt der Kreisquerschnitt die bessere Wahl.
Im Kreisrohr verteilt sich ein kleiner Trockenwetterabfluss breit in der Sohle – die Fließgeschwindigkeit sinkt schnell unter den kritischen Wert von rund 0,7 m/s, Sedimente bleiben liegen. Die schmale Sohle des Eiprofils zwingt denselben Abfluss in einen engeren Querschnitt, das Wasser steht höher und erzeugt eine höhere Schleppspannung. Das transportiert Feststoffe zuverlässig ab und reduziert den Spülbedarf über die Lebensdauer.
Die Herstellung und Bemessung erfolgt nach DIN EN 1916 und DIN V 1201. Zusätzlich erfüllen unsere Stahlbeton-Eiprofilrohre die Anforderungen der erhöhten FBS-Qualitätsrichtlinie.
Die schalungserhärteten Eiprofilrohre werden mit integrierter Dichtung geliefert. Die Muffenverbindung gewährleistet eine dauerhaft dichte Kopplung bei gleichzeitiger Flexibilität gegen kleinste Setzungen im Baugrund.
Für Richtungsänderungen werden Eiprofilrohre-Krümmer DN 700/1050 – DN 1400/2100 eingesetzt, die eine maximale Abwinklung von 35 gon pro Rohr und Knick erlauben. Für den Anschluss an Schachtbauwerke stehen Einbinderinge DN 500/750 – DN 1400/2100 Eiprofil zur Verfügung, die die eiförmige Außenkontur sauber an runde Schachtwände anschließen.