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Sonderprofilrohre Form K-GM bzw. Form K-FM mit Keilgleitdichtung bzw. integrierter Dichtung DN 1000 – DN 1800, monolithisch aus einem Guss. Diese Stahlbetonrohre vereinen einen runden Außenquerschnitt mit einer hydraulisch optimierten Innenkontur — die Sohle ist als integriertes Gerinne mit beidseitigen Bermen ausgeführt.
Im Unterschied zum Standard-Kreisrohr besitzt dieses Sonderprofil eine integrierte Sohlenführung mit Bermen. Die Berme-Neigung variiert je nach Nennweite zwischen 1:2 (steiler) und 1:10 (sehr flach). Der Außenquerschnitt bleibt kreisrund — damit ist das Rohr in der Bettung und beim Einbau wie ein normales Kreisrohr zu behandeln, hydraulisch wirkt es jedoch wie ein Rohr mit eingebautem Trockenwetter-Gerinne. Im Gegensatz zur klassischen Trockenwetterrinne, die als zusätzliches Bauteil in das Hauptrohr eingebaut wird, ist die Sohlenform hier monolithisch aus einem Guss — Hauptrohr und Sohlenkontur sind ein einziges Bauteil ohne Fugen, Übergänge oder Anschlüsse.
Bei Niedrigwasser bündelt sich der Abfluss in der vertieften Sohlenführung, die Fließgeschwindigkeit bleibt hoch, Ablagerungen werden vermieden. Bei Regenereignissen wird der gesamte Querschnitt durchströmt — das Rohr verhält sich dann wie ein normales Kreisrohr mit voller Durchflusskapazität. Der nutzbare Querschnitt liegt je nach Nennweite zwischen 0,732 m² (DN 1000) und 2,408 m² (DN 1800).
Einsatzbereich: Mischwasserkanäle mit im Normalbetrieb verringerter Abwassermenge. Typisch ist der Einsatz in Mischsystemen, bei denen der Trockenwetterabfluss deutlich unter der Spitzenkapazität liegt — etwa in dünn besiedelten Einzugsgebieten, in der Übergangsphase zwischen Mischsystem und Trennsystem, oder bei nachträglicher Dimensionierung des Kanals auf zukünftige Spitzenwerte. Die monolithische Sohlenform vermeidet die Fugen, die bei einer eingebauten Trockenwetterrinne immer ein potenzielles Ablagerungs- und Wartungsproblem darstellen.
| Nennweite DN [mm] | Berme-Neigung N | Wandstärke t [mm] | Außen ø da [mm] | Radius r [mm] | Baulänge l [m] | Muffenart GM / FM | nutzbarer Querschnitt A [m²] | Rohrgewicht G [ca. kg/m] | Dichtung |
|---|---|---|---|---|---|---|---|---|---|
| 1000 | 1:3 | 120 | 1240 | 125 | 3,00 | GM | 0,732 | 1189 | integr. |
| 1100 | 1:10 | 130 | 1360 | 160 | 3,00 | GM | 0,898 | 1384 | integr. |
| 1200 | 1:3 | 139 | 1480 | 160 | 2,50/3,00 | GM | 0,940 | 2002 | integr. |
| 1300 | 1:3 | 150 | 1600 | 190 | 2,50/3,00 | FM | 1,219 | 1950 | Keil |
| 1400 | 1:2 | 160 | 1720 | 150 | 2,50/3,00 | FM | 1,445 | 2196 | Keil |
| 1500 | 1:3 | 170 | 1840 | 200 | 2,50/3,00 | FM | 1,642 | 2543 | Keil |
| 1600 | 1:3 | 180 | 1960 | 150 | 2,50/3,00 | FM | 1,895 | 2805 | Keil |
| 1800 | 1:3 | 200 | 2200 | 150 | 2,50/3,00 | FM | 2,408 | 3483 | Keil |
Lesehilfe zu den Spalten:
Da das Rohr in einem Stück gegossen wird (monolithisch aus einem Guss), gibt es zwischen Hauptrohr und Sohlenführung keine Fugen, Übergänge oder Anschlüsse. Sedimente, Ablagerungen oder Bewuchs finden keine Angriffspunkte — die Wartungsfreundlichkeit ist deutlich höher als bei eingebauten Trockenwetterrinnen.
Die integrierte Sohlenführung mit Bermen hält die Fließgeschwindigkeit auch bei Niedrigwasser über der kritischen Schleppspannung. Selbstreinigung des Kanals ist damit auch bei minimaler Trockenabflussmenge gesichert.
Bei Regenereignissen steht der komplette Rohrquerschnitt zur Verfügung. Die Sonderform reduziert die hydraulische Spitzenkapazität nur minimal gegenüber dem reinen Kreisrohr.
Bis DN 1200 wird das Rohr mit Glockenmuffe (GM) und integrierter Dichtung im Rüttelverfahren gefertigt. Ab DN 1300 kommt die Falzmuffe (FM) mit Keilgleitdichtung im Vibrationsverfahren zum Einsatz. Beide Verbindungstechniken sind langjährig bewährt.
Die Sonderprofilrohre erfüllen alle Anforderungen der DIN EN 1916 und DIN V 1201 — Wasserdichtheit, Tragfähigkeit, Dauerhaftigkeit und Expositionsklassen wie XA2/XA3 für chemische Beständigkeit.
Der Einsatzbereich laut Hersteller: Mischsysteme, in denen die Trockenabflussmenge im Normalbetrieb deutlich unter der Spitzenkapazität liegt. Die Sonderform sichert die Selbstreinigung auch bei niedrigem Abfluss.
Beim Umbau von Mischsystem zu Trennsystem oder bei großzügig dimensionierten neuen Sammlern verhindert die monolithische Sohlenführung Sedimentablagerungen während der Übergangsphase.
Wo Spülfahrten und Inspektionen aufwendig sind (innerstädtische Lage, schwierige Schachtzugänge), spielt die fugenfreie Sohle ihre Vorteile aus: Weniger Reinigungseinsätze, geringeres Risiko hartnäckiger Ablagerungen.
Wenn die Standard-Lösungen (reines Kreisrohr, eingebaute TWR, Eiprofil) aus geometrischen oder bautechnischen Gründen nicht passen, ist das Sonderprofil Form K-GM / K-FM die maßgeschneiderte Antwort im Bereich DN 1000 – DN 1800.
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 18
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 31
Während das Standard-Kreisrohr eine über den ganzen Umfang gleichmäßig runde Innenkontur hat, besitzt das Sonderprofil eine in die Sohle integrierte Gerinneführung mit beidseitigen Bermen. Bei Niedrigwasser bündelt sich der Abfluss in der vertieften Sohle — das hält die Fließgeschwindigkeit hoch und vermeidet Ablagerungen.
Das Rohr und die Sohlenkontur werden in einem einzigen Gießvorgang gefertigt — nicht etwa nachträglich eingebaut. Damit gibt es zwischen Hauptrohr und Sohlenführung keine Fugen, Übergänge oder Anschlüsse, an denen sich Sedimente oder Bewuchs festsetzen könnten.
Bis DN 1200 wird das Rohr mit Glockenmuffe (GM) und integrierter Dichtung im Rüttelverfahren gefertigt. Ab DN 1300 kommt die Falzmuffe (FM) mit Keilgleitdichtung im Vibrationsverfahren zum Einsatz.
Das Rohrgewicht reicht von 1.189 kg/m bei DN 1000 bis 3.483 kg/m bei DN 1800. Bei einer typischen Baulänge von 3,00 m liegt das Stückgewicht zwischen ca. 3,6 t (DN 1000) und 10,4 t (DN 1800) — entsprechende Hebezeuge sind vorzusehen.
Bis DN 1100 wird das Rohr in Baulänge 3,00 m geliefert, ab DN 1200 stehen wahlweise 2,50 m oder 3,00 m zur Verfügung.
Beide sind Sonderprofile mit hydraulisch optimierter Sohle. Das Sonderprofil DN 1000 – DN 1800 hat flachere Bermen-Neigungen (1:2 bis 1:10), das Drachenprofil hat durchgängig die steilere Neigung 1:1 und einen größeren Nennweitenbereich (DN 1000 – DN 3000). Welches Profil passt, hängt von der hydraulischen Auslegung und dem Nennweitenbereich ab.
Bis DN 1200 (Form K-GM): integrierte Dichtung in der Glockenmuffe. Ab DN 1300 (Form K-FM): Keilgleitdichtung in der Falzmuffe. Beide Systeme erfüllen die Dichtheitsanforderungen nach DIN EN 1610.