Start » Stahlbetonrohre » Kreisquerschnitt » Stahlbetonrohre mit Trockenwetterrinne DN 1000 –DN 3000
Stahlbetonrohre mit eingebauter Trockenwetterrinne (TWR) sind eine geometrische Sonderform des Kreisquerschnitts, die das hydraulische Verhalten bei niedrigen Abflüssen entscheidend verbessert. In den Standard-Kreisquerschnitt wird in der Sohle ein zusätzliches kleineres Gerinne eingebaut, das den Abfluss bei Niedrigwasser bündelt und damit für eine ausreichende Fließgeschwindigkeit sorgt. Diese Sonderausführung ist im Mischwasserkanal die wirtschaftlichste Antwort auf das klassische hydraulische Problem: Bei Trockenwetter steht im großen Querschnitt nur sehr wenig Abwasser, das sich auf der breiten Sohle verteilt — die Fließgeschwindigkeit sinkt unter die Selbstreinigungsschwelle, Sedimente lagern sich ab. Die TWR löst dieses Problem durch eine schmale, vertiefte Sohlenführung.
In einem Stahlbetonrohr mit Kreisquerschnitt DN 1000 – DN 3000 wird in der Sohle ein zusätzliches Gerinne eingebaut. Dieses Gerinne hat einen Durchmesser von DN 125 bis DN 800 und wird in der Regel mittig mit beidseitigen Bermen angeordnet. Die Bermenneigung ist je nach Radius von 1:10 bis 1:2. Die Trockenwetterrinne wird entweder aus Beton oder mit Steinzeuggerinne gefertigt, wobei der Querschnitt der Rinne grundsätzlich wählbar ist. Diese Flexibilität erlaubt eine optimale Anpassung an die hydraulischen Anforderungen des jeweiligen Kanalabschnitts.
Der Abfluss bei Niedrigwasser konzentriert sich nicht mehr über die volle Sohlbreite des Hauptrohrs, sondern bündelt sich im kleineren Rinnenquerschnitt. Die Fließgeschwindigkeit steigt deutlich – die Schleppspannung erreicht den Wert, der für die Selbstreinigung benötigt wird. Sedimente, Schlamm und Feststoffe werden auch bei Trockenwetterabfluss zuverlässig abtransportiert. Bei Regenereignissen oder hohen Abflüssen wird der gesamte Rohrquerschnitt durchströmt — die Trockenwetterrinne wirkt nicht mehr begrenzend, sondern ist hydraulisch unkritisch.
Die Trockenwetterrinne wird überall dort eingesetzt, wo der Abfluss stark schwankt — typisch im Mischwasserkanal, der trockene Tage mit minimalem Schmutzwasserabfluss und Regentage mit Spitzenabflüssen vereint. Auch in Stauraumkanälen und großen Sammlern ist die TWR die hydraulisch und betrieblich überlegene Lösung gegenüber dem reinen Kreisrohr. Alternativ zur Trockenwetterrinne im Kreisrohr können Eiprofilrohre oder Rohre mit Drachenquerschnitt eingesetzt werden, die das gleiche hydraulische Ziel mit einer geänderten Profilform erreichen.
Die Trockenwetterrinne wird in Stahlbetonrohren DN 1000 – DN 3000 nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 eingebaut. Die hydraulischen und geometrischen Parameter werden für jedes Projekt individuell festgelegt:
Die übrigen Rohrparameter (Wandstärke, Außendurchmesser, Baulänge, Muffenart, Rohrgewicht) richten sich nach der gewählten Produktlinie für das Hauptrohr — entweder Form K-GM (Rüttelverfahren, DN 300 – DN 1200) oder Form K-FM (Vibrationsverfahren, DN 1300 – DN 3000).
Durch die Bündelung des Trockenwetterabflusses im kleineren Rinnenquerschnitt steigt die Fließgeschwindigkeit über die kritische Schleppspannung. Damit wird die Selbstreinigung des Kanals auch bei minimalem Abfluss sichergestellt.
Sand, Schlamm und Feststoffe lagern sich nicht mehr in der breiten Sohle des Hauptrohrs ab, sondern werden im Rinnenquerschnitt mitgerissen. Das reduziert den Reinigungsaufwand und verlängert die Wartungsintervalle.
Weniger Spülfahrten, geringerer Energieaufwand, längere Standzeiten zwischen Wartungseinsätzen — die TWR senkt die Lebenszykluskosten des Kanalnetzes spürbar.
Sowohl die Nennweite des Gerinnes (DN 125 – DN 800) als auch die Bermenneigung (1:10 bis 1:2) werden projektspezifisch festgelegt. Damit lässt sich die TWR exakt auf die hydraulischen Verhältnisse des jeweiligen Kanalabschnitts auslegen.
Das Hauptrohr ist ein normales Stahlbetonrohr nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 mit allen bekannten Vorteilen: hohe statische Tragfähigkeit, lange Lebensdauer, Hochdruckspülfestigkeit, Beständigkeit gegen Expositionsklassen wie XA2/XA3.
Der klassische Anwendungsfall: Bei Trockenwetter führt der Kanal nur einen Bruchteil der Abflussmenge gegenüber Regenwetter. Die TWR sorgt dafür, dass auch der Trockenwetteranteil hydraulisch sauber abgeführt wird.
In großen Sammelleitungen mit Tag-/Nacht-Schwankungen oder starken saisonalen Schwankungen verhindert die TWR Ablagerungen während der Niedrigwasserphasen.
In Kanälen, die zeitweise als Speichervolumen genutzt werden (Regenrückhaltung), sorgt die TWR dafür, dass nach der Entleerung keine Sedimente zurückbleiben.
Bei Kanälen, die nicht nur reines Schmutzwasser, sondern auch erhebliche Feststoffanteile transportieren (Industrie-Mischwasser, Standorte mit hoher Sedimentfracht), ist die TWR die robuste Antwort.
Für die gleiche hydraulische Aufgabe stehen zwei alternative Profilformen zur Verfügung, die das Niedrigwasser bereits durch ihre Geometrie bündeln und keine separate Rinneneinheit benötigen:
Die Wahl zwischen Trockenwetterrinne im Kreisrohr, Eiprofil und Drachenprofil hängt von der konkreten Projektanforderung ab — Nennweitenbereich, Bauhöhe, hydraulische Spitzenwerte und Investitionsrahmen sind dabei die wichtigsten Entscheidungsfaktoren.
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 18
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 31
Eine Trockenwetterrinne (TWR) ist ein zusätzliches kleineres Gerinne, das in der Sohle eines Stahlbetonrohrs DN 1000 – DN 3000 eingebaut wird. Die Rinne hat eine Nennweite von DN 125 bis DN 800 und bündelt den Abfluss bei Niedrigwasser, sodass die Fließgeschwindigkeit hoch genug bleibt, um Ablagerungen zu vermeiden.
Die Trockenwetterrinne können aus Beton oder mit Steinzeuggerinne gefertigt werden. Steinzeug bietet eine glattere Oberfläche und höhere chemische Beständigkeit, Beton ist die wirtschaftliche Standardlösung. Die Materialwahl wird projektspezifisch nach Anforderung getroffen.
Die Gerinne DN 125 – DN 800 werden in der Regel mittig im Hauptrohr mit beidseitigen Bermen angeordnet. Die Bermenneigung ist von 1:10 (sehr flach) bis 1:2 (steil) — je nach hydraulischen Anforderungen und Begehbarkeit.
Die Gerinne DN 125 – DN 800 werden in der Regel mittig im Hauptrohr mit beidseitigen Bermen angeordnet. Die Bermenneigung ist nach Wunsch wählbar — von 1:10 (sehr flach) bis 1:2 (steil) — je nach hydraulischen Anforderungen und gewünschter Begehbarkeit.
Stahlbetonrohre mit Trockenwetterrinne sind im Nennweitenbereich DN 1000 bis DN 3000 verfügbar. Das Gerinne selbst hat eine Nennweite von DN 125 bis DN 800 — abhängig von der hydraulischen Auslegung des Trockenwetterabflusses.
Die TWR ist immer dann sinnvoll, wenn der Abfluss stark schwankt — typisch im Mischwasserkanal, in Stauraumkanälen, in großen Sammlern mit Tag-/Nacht- oder saisonalen Schwankungen. Sie verhindert Sedimentablagerungen, reduziert den Reinigungsaufwand und senkt die Lebenszykluskosten des Kanalnetzes.
Die Trockenwetterrinne ist eine Einbau-Lösung im Kreisrohr — der Hauptquerschnitt bleibt rund. Eiprofilrohre und Rohre mit Drachenquerschnitt erreichen das gleiche hydraulische Ziel durch eine geänderte Profilform: Die schmale Sohle ist konstruktiv fest in der Rohrgeometrie verankert. Welche Lösung wirtschaftlicher ist, hängt von Nennweite, Bauhöhe und Spitzenwerten ab.
Ja, die Stahlbetonrohre mit Trockenwetterrinne werden nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 gefertigt und erfüllen die erhöhte FBS-Qualitätsrichtlinie. Sie erreichen anspruchsvolle Expositionsklassen wie XA2/XA3 für chemische Beständigkeit.