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U-Tröge und Haubenprofile bilden ein modulares System aus zwei aufeinander abgestimmten Bauteilen: Der U-Trog ist ein nach oben offenes, wannenförmiges Stahlbeton-Bauteil für die Aufnahme von Leitungen; das Haubenprofil ist der passgenaue Deckel, der den Kanal schließt – wahlweise als flache Abdeckung oder als Haubenform mit eigenem Hohlraum für vergrößertes Innenvolumen.
Das U-Trog-System wird im Gießverfahren mit Erhärtung in der Schalung hergestellt. Der modulare Aufbau aus Trog und Haube macht das Bauwerk revisionsfreundlich: Leitungen werden nicht durchgefädelt, sondern einfach von oben eingelegt; für Wartungsarbeiten wird die Haube abgehoben. Regelbaulängen von 250 oder 300 cm sind üblich; Wandstärken und lichte Innenmaße werden nach statischen und konstruktiven Erfordernissen gewählt.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Bauweise | U-Trog (offen) + Haubenprofil (Deckel) |
| Haubenvarianten | flache Abdeckung oder Haubenform (mit Hohlraum) |
| Regelbaulängen | 250 cm oder 300 cm |
| Abmessungen | nach planerischen Vorgaben |
| Wandstärke | nach statischen und konstruktiven Erfordernissen |
| Lastklassen | anpassbar (Gehweg bis Schwerlastverkehr) |
| Dichtung | Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung nach DIN 4060 (bei druckwasserdichter Ausführung) |
| Beton | C 35/45 (Standard), HS-Zement auf Wunsch |
U-Tröge mit Haubenprofilen sind die bevorzugte Lösung überall dort, wo Leitungen dauerhaft geschützt, aber für Wartungsarbeiten zugänglich bleiben müssen. Das modulare System kombiniert werksseitig hohe Betonqualität mit maximaler Baustellenflexibilität – Hauben können bei Bedarf abgehoben werden, ohne den Trog selbst zu beschädigen oder offene Baugruben anzulegen.
Ein nach oben offenes, wannenförmiges Bauteil aus Stahlbeton. Die U-Form bietet einen sicheren, geschützten Raum für Leitungen und kann bei Bedarf mit integriertem Gefälle oder Aussparungen für Abzweige gefertigt werden.
Der passgenaue Deckel des U-Trogs. Zwei Varianten: die flache Abdeckung für bündigen Abschluss und die Haubenform mit eigenem Hohlraum, die das nutzbare Innenvolumen vergrößert.
Rohre, Kabel oder Fernwärmeleitungen werden von oben in den Trog eingelegt – kein Durchfädeln durch den Rohrquerschnitt, keine komplexen Einzugsarbeiten. Auch sperrige Leitungen wie vorisolierte Fernwärmerohre können problemlos verlegt werden.
Für Wartungsarbeiten wird die Haube abgehoben – kein flächiges Aufgraben, kein Zerstören des Bauwerks. Gerade bei langen Leitungstrassen spart das über die Lebensdauer erhebliche Wartungskosten.
Die massive Stahlbeton-Konstruktion schützt die eingelegten Leitungen vor Erddruck, Wurzelwuchs, unbeabsichtigten Grabungen Dritter und Beschädigung bei Verkehrslasten. Die Lastklasse wird der konkreten Einbausituation angepasst – vom Gehwegbereich bis zum Schwerlastverkehr.
In Versorgungskanälen können verschiedene Medien (Wasser, Strom, Gas, Kommunikation) geordnet und voneinander getrennt geführt werden. Der geschützte Innenraum verhindert unerwünschte Wechselwirkungen zwischen den Medien.
Aufnahme von Fernwärmeleitungen, oft mit zusätzlicher Isolierung im Trog. Der Trog bietet Raum für Gleitlager und Dehnungsbögen, um die thermische Ausdehnung der Leitungen aufzunehmen.
Schutz und geordnete Führung von Hochspannungs- oder Glasfaserkabeln entlang Bahntrassen, in Umspannwerken, an Windkraftstandorten oder in Industrieanlagen. Die Haube kann zur Revision oder zum Einziehen weiterer Kabel abgehoben werden.
Sammelkanäle für mehrere Medien gleichzeitig – typisch für Quartiersentwicklungen, Industrie- und Gewerbegebiete oder große Verkehrsprojekte. Die Medientrennung innerhalb des Trogs sichert die Funktion und erleichtert spätere Erweiterungen.
Entwässerungsrinnen ohne Deckel, bei denen nur der U-Trog verlegt wird. Einsatz in Flugplatzflächen, Parkdecks, Sportstadien und industriellen Außenanlagen mit hohem Niederschlagsabfluss.
Integration in Brückenkappen für die Leitungsführung über Brücken. Der U-Trog nimmt die Leitungen auf, das Haubenprofil schließt bündig mit der Brückenkappe ab.
Bei Verkehrsflächen muss das Haubenprofil durch Falzausbildung oder Verschraubung gegen Verschieben gesichert werden, wenn LKW-Verkehr darüber führt. Heizkanäle erfordern die Berücksichtigung der thermischen Dehnung der Leitungen – U-Tröge bieten Raum für Gleitlager oder Dehnungsbögen. Sonderwünsche wie integrierte Gefälle, Aussparungen für Abzweige oder spezielle Dichtungssysteme an Stoßfugen werden werkseitig direkt in die Schalung eingeformt. Die Stoßfugen zwischen aufeinanderfolgenden U-Trögen und Haubenprofilen können bei druckwasserdichten Anwendungen mit Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung nach DIN 4060 ausgeführt werden; bei reinen Schutzfunktionen reichen oft Nut- und Federverbindungen mit Dichtbändern.
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Die flache Abdeckung schließt den Trog bündig und spart Bauhöhe. Die Haubenform hat einen eigenen Hohlraum und vergrößert dadurch das nutzbare Innenvolumen – sinnvoll, wenn viele oder großvolumige Leitungen geführt werden müssen.
250 cm oder 300 cm sind Standard. Andere Längen sind auf Anfrage möglich, müssen aber bei der Planung der Trasse berücksichtigt werden.
Die Lastklasse wird der konkreten Einbausituation angepasst – vom Gehwegbereich bis zum Schwerlastverkehr. Bei Verkehrsflächen muss das Haubenprofil durch Falzausbildung oder Verschraubung gegen Verschieben gesichert werden, wenn LKW-Verkehr darüber führt.
Ja, bei Bedarf wird die Stoßverbindung zwischen aufeinanderfolgenden U-Trögen und Haubenprofilen mit der Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung nach DIN 4060 ausgeführt und erreicht so Druckwasserdichtheit bis 0,5 bar. Bei reinen Schutzfunktionen (Kabelkanäle ohne Wasserbelastung) reichen Nut- und Federverbindungen mit Dichtbändern.
Ja, integrierte Gefälle im Sohlbereich, Aussparungen für Abzweige und spezielle Dichtungssysteme an den Stoßfugen werden werkseitig direkt in die Schalung eingeformt. Das Gießverfahren erlaubt alle diese Sonderausführungen ohne Nacharbeit.
Die thermische Ausdehnung der Fernwärmeleitungen erfordert Raum für Gleitlager oder Dehnungsbögen. U-Tröge werden für Heizkanäle mit ausreichender lichter Weite geplant, damit die Leitungsbewegungen aufgenommen werden können. Zusätzliche Isolierung kann direkt im Trog untergebracht werden.
Das Standardelement ist ein geschlossener Rechteckkanal (Rohrform). Der U-Trog ist nach oben offen und wird erst durch das separate Haubenprofil geschlossen. Diese Zweiteilung ermöglicht die revisionsfreundliche Ausführung – das Standardelement kann nicht ohne Weiteres geöffnet werden, der U-Trog schon.