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Beton-Kabelschächte sind hochbelastbare, langlebige Bauwerke für die unterirdische Führung, Verteilung und Wartung von Kabeln. Sie schützen die Leitungen vor mechanischen Einwirkungen, ermöglichen den Zugang für Spleiß- und Wartungsarbeiten und nehmen die hohen Verkehrslasten auf. Das Kabelbau-Programm bildet eine eigenständige Produktwelt mit spezifischen Anforderungen und Normen. Im Gegensatz zum Abwasserbereich gelten hier andere Regelwerke, darunter DIN EN 124, DIN 1229, DIN Fachbericht 101, DIN 4085 und DIN 1045 sowie HPQ Typzulassungen für Bahnanlagen. Auch die Belastungsklassen unterscheiden sich: B 125, D 400, E 600, und F 900 statt der Kanalbau üblichen SLW-Lasten. Unser Lieferprogramm umfasst abgestimmte Produktlinien und deckt damit jeden Anwendungsfall im Kabelbau ab.
Kabelschutzrohre dienen der sicheren Aufnahme von Strom-, Telekommunikations- und Signalkabeln. Sie schützen die Leitungen zuverlässig vor Erddruck, Punktbelastungen, Wurzeleinwuchs sowie Beschädigungen von außen. Zum Standard im Kabelschutzrohrbau zählen PVC- und PE-Rohre. unsere Kabelschutzrohre sind optimal auf unsere Kabelaufbauschächte abgestimmt und gewährleisten eine langlebige und sichere Kabelinfrastruktur.
Kabelaufbauschächte mit Sechs Schachtvarianten decken Lichteweiten von 65 × 65 cm bis 250 × 200 cm ab und bieten damit maximale Flexibilität für unterschiedlichste Anwendungen. Die großzügig dimensionierten Aussparungen mit Öffnungsbreiten von bis zu 93 cm ermöglichen die einfache Einführung auch größerer Kabelschutzrohre. Dadurch lassen sich komplexe Kabeltrassen effizient und sicher realisieren.
Kompakte Beton-Schachtsysteme für die moderne Kabelinfrastruktur. Mit Abmessungen von 30 × 30 cm bis 110 × 80 cm bieten die Schachtsysteme die passende Lösung für Anwendungen vom Einzelanschluss bis zum zentralen Verteil- und Netzknotenpunkt. Die integrierten Kabelfenster sind für die Kabeleinführungsplatten EP-3 (3 × DN110) und EP-6 (6 × DN100) ausgelegt und sorgen für eine schnelle, flexible und effiziente Kabelanbindung.
Kompakte Beton-Schachtsysteme für die moderne Kabelinfrastruktur. Mit Abmessungen von 70 × 70 cm bis 140 × 80 cm bieten die Schachtsysteme die passende Lösung für Anwendungen vom Einzelanschluss bis zum zentralen Verteil- und Netzknotenpunkt. Die integrierten Kabelfenster sind für die Kabeleinführungsplatten EP-3 (3 × DN110) und EP-6 (6 × DN100) ausgelegt und sorgen für eine schnelle, flexible und effiziente Kabelanbindung.
Monolithisch gegossene Kabelschächte mit fugenlosem Unterteil – die dichteste und höchstbelastbare Bauweise in unserem Programm. Anders als bei modularen Rahmenschächte werden bei Topfschächten Boden und Seitenwände in einem einzigen Arbeitsgang gegossen. Die Vorteile: keine Bodenfuge und somit kein potenzieller Leckagepunkt, höchste Belastbarkeit für extreme Lasten, optimale Eignung bei drückendem Grundwasser sowie eine schnelle Montage. Erhältlich in fünf Standardgrößen, zudem können die Schachtmaße durch den Einsatz von Rahmenelementen flexibel erweitert werden.
Die Schachtabdeckung bildet den oberen Abschluss des Kabelschachtes. Abhängig von den zu erwartenden Verkehrs- und Betriebslasten kommen Schachtabdeckungen der jeweils erforderlichen Belastungsklasse zum Einsatz. Verfügbar sind Ausführungen von Klasse B 125 (12,5 t) bis Klasse F 900 (90 t).
Sechs Belastungsklassen decken jeden Einsatzbereich ab:
Bemessen wird jedes Bauwerk nach DIN Fachbericht 101 (max. 100 kN Radlast) und DIN 4085.
Aufbauschächte verfügen über die EBA-Ausführung in allen Standardgrößen II–X und sind damit das Standardprodukt für Bahn-Infrastruktur: LST, Signaltechnik, Bahn-Energieversorgung und LWL-Backbones der Bahn.
Beton ≥ C 35/45 nach DIN 1045, bei Topfschächten zusätzlich mit hohem Wassereindringwiderstand. Kabelschacht in güteüberwachtem Stahlbeton nach DIN EN 206-1 / DIN 1045-2/4 (kein Sichtbeton), Betonqualität C35/45 nach Wasserbeanspruchungsklasse 2. Weitere Qualitäten und Ausführungen auf Anfrage
| Lichte Weite | Von 30 × 30 cm (Klein-Abzweigkasten) bis 250 × 200 cm (Aufbauschacht Größe X). |
| Einbautiefen | Von 65 cm bis 3,65 m (Aufbauschacht mit Zwischenrahmen-Stapelung). |
| Belastungsklassen | B 125, D 400 und auf Anfrage E 600 und F 900. |
| Normung | DIN EN 124, DIN 1229 (Schachtabdeckungen), DIN Fachbericht 101 (Einwirkungen), DIN 4085 (Erddruck), DIN 1045 (Beton), DIN 4124 (Baugruben). Aufbauschächte zusätzlich mit HPQ-Typzulassung auf Anfrage. |
| Werkseitige Muffenkonfiguration | Lage, Anzahl und Größe nach Kundenvorgabe möglich. |
Kabelschächte aus Beton bieten eine Kombination aus extremer Belastbarkeit, langer Lebensdauer und planbarer Wirtschaftlichkeit. Im Vergleich zu Schächten aus Kunststoff oder Polymerbeton liegen die Vorteile vor allem in der mechanischen Robustheit und der Bahn- bzw. Flughafenzulassung.
| Höchstlastaufnahme | Belastungsklassen bis F 900 (90 t) für Schwerlast betriebsflächen |
| WU-Beton | Bei Topfschächten zusätzliche Möglichkeit mit hohem Wassereindringungswiderstand nach Wasserbeanspruchungsklasse 2. |
| Verschiebesicherung | Rundstahlstäbe (ø 8 mm, L = 800 oder 1000 mm) bei Aufbau- und Kabelschächten sowie M16-Gewindestangen bei Topfschächten der P-Serie sichern die Bauwerke gegen die dynamischen Kräfte des Schwerlastverkehrs. |
| Lange Nutzungsdauer | Beton ≥ C 35/45 garantiert Jahrzehnte sicheren Betrieb. |
| Sicherheitssysteme | WADAPTER (mechanische Verriegelung mit 1:100-Übersetzung), WABENS, WADRILL und WASI-Sicherheitsdeckel schützen kritische Infrastruktur vor unbefugtem Öffnen. |
| Tagwasserdichtigkeit | Schachtabdeckungen mit innenliegender EPDM-/Neopren-Dichtung verhindern das Eindringen von Oberflächenwasser. |
| Werkseitige Muffenkonfiguration | Lage, Anzahl und Größe der Kabeleinführungen nach Kundenvorgabe – keine nachträgliche Kernbohrung nötig. |
| Modulare Tiefenanpassung | Aufbauschächte werden über Zwischenrahmen stufenlos an die geplante Trassenführung angepasst. |
| Schnelle Monolith-Montage | Topfschächte sind in zwei bis drei Bauteilen montiert – einmal richtig ausrichten genügt. |
| Auspflasterbare Schachtabdeckung | Auspflasterbare Schachtabdeckungen werden mit dem Oberflächenmaterial (Pflaster, Platten, Klinker, Naturstein) befüllt und nahezu unsichtbar in Fußgängerzonen, Altstädten und repräsentativen Flächen integriert. |
Stahlbeton-Kabelschächte werden eingesetzt in Telekommunikation und Glasfaser (FTTx-Spleißmuffen, Backbone-Knoten, Hausanschlüsse), Energieversorgung (Nieder- und Mittelspannungs-Verteilung, Verbindungsmuffen), Verkehrstechnik (Ampelanlagen LSA, Mautsysteme, Detektorschleifen, Kameraanlagen), Bahn-Infrastruktur (nur Aufbauschächte mit EBA-Ausführung – Leit- und Sicherungstechnik), Flughäfen (F 900 nur bei Topfschacht 140 × 70 – Rollfelder, Vorfelder, Befeuerungstechnik) sowie in der Straßenbeleuchtung und Signaltechnik in allen Größenordnungen. Je nach Anwendung, Belastungsklasse und Lichtweite wählen Sie aus unseren sechs Produktlinien – vom Kabelschutzrohr in der Trasse über Abzweigkästen für die kleinteilige Verteilung, Kabelschächte als Spleißstationen und Backbone-Knoten, Topfschächte für Flugbetriebsflächen und Aufbauschächte für Bahn-Infrastruktur bis hin zur passenden Schachtabdeckung in jeder Klasse.
Stahlbeton-Kabelschächte sind hochbelastbare Schachtbauwerke für die unterirdische Kabel-Infrastruktur. Sie schützen Strom-, Telekommunikations- und Signalkabel mechanisch, ermöglichen den Zugang für Spleißarbeiten und Wartung und nehmen Verkehrslasten von 12,5 t (B 125) bis 90 t (F 900) auf. Die Bemessung erfolgt nach DIN Fachbericht 101 und DIN 4085, Schachtabdeckungen nach DIN EN 124 und DIN 1229, der Beton nach DIN 1045 (Klasse ≥ C 35/45).
Das Kabelbau-Programm umfasst sechs Produktlinien: Kabelschutzrohre (PVC und Stahlbeton), Kabelaufbauschächte (modulare Rahmenschächte mit EBA-Ausführung in sechs Größen II–X), Abzweigkästen (elf Varianten von 30 × 30 bis 110 × 80 cm), Kabelschächte aus Stahlbeton (massive Spleißstationen 70 × 70 bis 200 × 150 cm inkl. Notruf- und Kombischacht), Topfschächte (monolithisch, mit F-900-Option) und Schachtabdeckungen nach DIN EN 124 und DIN 1229.
Nach DIN EN 124 stehen sechs Belastungsklassen zur Verfügung: A 15 (Fahrradverkehr), B 125 (12,5 t – Gehwege, Fußgängerzonen, PKW-Parkflächen), C 250 (25 t – gehwegnahe Fahrbahnen), D 400 (40 t – Fahrbahnen, Autobahnen, Industrieflächen, Bushaltestellen, Tankstellen), E 600 (60 t – Industriehöfe, Häfen) und F 900 (90 t – Flugzeugbetriebsflächen). E 600 und F 900 sind auf Anfrage verfügbar; F 900 nur als Topfschacht 140 × 70.
Die EBA-Typzulassung (Eisenbahn-Bundesamt) ist Voraussetzung für den Einsatz von Bauteilen in Eisenbahnanlagen. Alle Standardgrößen unserer Aufbauschächte (II–X) verfügen über diese Zulassung – sie sind damit das Standardprodukt für Leit- und Sicherungstechnik (LST), Signaltechnik an Weichen und Stellwerken, Bahn-Energieversorgung und LWL-Backbones der Bahn.
Aufbauschächte sind modulare Rahmenschächte – ihre Tiefe lässt sich über Zwischenrahmen stufenlos bis 3,65 m anpassen, sie sind EBA-zugelassen und damit erste Wahl für Bahn-Infrastruktur und Extremtiefen. Topfschächte sind monolithisch gegossen (Boden und Wände aus einem Guss) – sie haben keine Bodenfuge, höchste Ringsteifigkeit und sind die einzige F-900-Variante im Programm. Auswahlkriterium: modulare Tiefenanpassung und Bahn-Zulassung → Aufbauschacht; höchste Dichtheit, Flugplatzzulassung oder schnelle Montage → Topfschacht.
In Gehwegen und PKW-Parkflächen reicht B 125 (12,5 t), auf Fahrbahnen ist D 400 (40 t) zwingend. Bei einseitig befahrenen Flächen und schwerem Güterverkehr wird ein Z-Profil-Rahmen oder verwindungssteifer Telekom-Rahmen empfohlen, ggf. mit bewehrtem Betonkranz. Für Fußgängerzonen, historische Altstädte und repräsentative Flächen kommen auspflasterbare Abdeckungen (Typ III mit Wannen-Deckel, Pflastertiefe ca. 9,5 cm) zum Einsatz. Sicherheitsrelevante Standorte erhalten Verriegelungssysteme (WADAPTER, WABENS, WADRILL) oder den WASI-Sicherheitsdeckel.
Standard im Kabelschutzrohrbau sind PVC-Rohre KG, Jumbo und Ultra-Rib DN 110. Alle Schächte mit werkseitigem Muffenrahmen (Abzweigkasten Typ III mit 10 bzw. 14 Muffen DN 110, Topfschacht P-Serie II 80 × 40 mit 8 werkseitig integrierten Muffen) sind direkt auf diese Rohre abgestimmt. Auf Anfrage sind andere Muffenabmessungen möglich. Für Höchstspannungstrassen kommen ergänzend Stahlbetonrohre als Kabelschutzrohre zum Einsatz.