Start » Stahlbetonrohre » Formstücke » Abzweige und Bohrungen 90° DS-Dichtungstechnik Form K-FM DN 1300 – DN 2500
Stahlbetonrohre Form K-FM mit werkseitig eingebrachter 90°-Bohrung und DS-Dichtungstechnik für Seitenanschlüsse aus Steinzeug (Stz) oder PVC. Hergestellt nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 im Nennweitenbereich DN 1300 bis DN 2500 – das Pendant zum K-GM-Abzweig für den Einsatz an begehbaren Großsammlern.
Bei Hauptsammlern DN 1300 bis DN 2500 werden Seitenanschlüsse in den Standardanschluss-Nennweiten DN 150 und DN 200 ebenfalls häufig benötigt – auch große Sammler nehmen Hausanschlüsse, Straßenabläufe und Nebensammler auf. Der K-FM-Abzweig bietet dafür dieselbe bewährte DS-Dichtungstechnik wie die K-GM-Variante, nur mit dem entsprechend größeren Trägerrohr. Das Trägerrohr ist ein Standard-K-FM-Rohr derselben Nennweite wie die anschließenden Regelrohre im Großsammler. Die Bohrung und die werkseitige DS-Dichtungstechnik-Dichtmanschette sind identisch zu den kleineren K-GM-Abzweigen – dieselbe Bauteil-Abhängigkeit, dieselbe Dichtheit, derselbe schnelle Einbau.
| Anschluss-Nennweite DN [mm] |
Bohrung DN [mm] |
|---|---|
| 150 | 181 |
| 200 | 232 |
Der K-FM-Abzweig erweitert die DS-Abzweigfamilie auf die Großnennweiten. Hauptsammler DN 1300 bis DN 2500 sammeln nicht nur große Mengen aus dem Netz, sondern auch kleine Einleitungen aus Nebensammlern, Straßenabläufen und Hausanschlüssen – für letztere ist der DS-Abzweig das Standardbauteil.
Trotz der Großnennweite des Sammlers (bis DN 2500) bleiben die Anschluss-Nennweiten klein (DN 150 / DN 200). Das Trägerrohr bietet eine große Wandfläche, in die die Bohrung ohne statische Schwächung eingebracht werden kann. Die Bohrung ist mit etwa 180 bis 230 mm im Vergleich zum Rohr-Außendurchmesser von 1,5 bis 2,9 m sehr klein – die Rohrstatik wird davon praktisch nicht beeinflusst.
Das werkseitig eingesetzte Dichtsystem ist dasselbe wie beim K-GM-Abzweig. Dadurch gibt es im gesamten Kanalnetz – egal ob Hauptsammler DN 2000 oder Nebensammler DN 400 – einheitliche Anschluss-Standards für Hausanschluss-Nennweiten.
Das Trägerrohr ist ein Standardrohr Form K-FM derselben Nennweite wie die anschließenden Regelrohre. Keine Sondermuffen, keine Sonderlängen – das Bauteil fügt sich ohne Anpassung in den Rohrstrang ein.
Das Trägerrohr hat an beiden Enden die K-FM-Falzmuffe mit werkseitig aufgeklebtem Keilgleitring nach DIN 4060 – identisch zum Standardrohr derselben Nennweite.
Derselbe DS-Dichtungstechnik-Anschluss für Hausanschlüsse DN 150/DN 200, egal ob das Sammlerrohr DN 400 oder DN 2500 hat. Das vereinfacht die Planung, die Beschaffung der Anschlussrohre und die Baustellenkoordination erheblich.
Obwohl das Trägerrohr DN 1300 – DN 2500 mehrere Tonnen wiegt, bleibt die Anschluss-Montage trivial: Das Stz- oder PVC-Anschlussrohr wird in die werkseitig installierte Dichtmanschette eingesteckt – wenige Minuten Arbeit. Die Schwere des Trägerrohrs spielt für den Anschluss-Vorgang keine Rolle.
Bei Großnennweiten ist die werkseitige Qualitätskontrolle noch wichtiger als bei kleinen Sammlern: Ein undichter Seitenanschluss an einem DN 2000-Sammler wäre in bereits verfülltem Zustand extrem schwer zu sanieren. Werkseitige Fertigung mit dokumentierter Maßprüfung eliminiert dieses Risiko weitgehend.
Die DS-Dichtungstechnik akzeptiert Steinzeug (Stz) und PVC in den Standardabmessungen DN 150 und DN 200. Damit können bestehende Hausanschlüsse problemlos an einen neuen K-FM-Sammler angeschlossen werden.
Die Position der Bohrung am Rohrumfang und in Längsrichtung wird bei der Bestellung festgelegt. Das erlaubt, auch mehrere Anschlüsse an einem Trägerrohr einzuplanen – etwa wenn mehrere Hausanschlüsse auf engem Raum an einen Großsammler geführt werden sollen.
Bei städtischen Hauptsammlern DN 1300 bis DN 2500 müssen trotz der Großnennweite Hausanschlüsse aufgenommen werden – insbesondere in dicht bebauten Stadtlagen, wo der Hauptsammler direkt unter Wohnstraßen verläuft.
Kleinere Nebensammler mit Nennweiten DN 150/DN 200 (z. B. Sickerleitungen, Drainagen, Straßenentwässerungs-Seitenäste) münden über den DS-Dichtungstechnik-Abzweig direkt in den Hauptsammler – ohne Sonderbauwerk.
Industrieabflüsse aus Gewerbegrundstücken entlang des Hauptsammlers werden häufig mit DN 150/DN 200 angeschlossen. Der DS-Dichtungstechnik-Abzweig ist hier das einfachste und dichteste Anschlussbauteil.
Sinkkästen und Straßenabläufe entlang des Sammlers entwässern oft direkt über den DS-Dichtungstechnik-Abzweig. Besonders wirtschaftlich, wenn mehrere Abläufe pro 10 m Sammler-Länge angeschlossen werden müssen.
Wenn an einem bestehenden K-FM-Hauptsammler zusätzliche Anschlüsse nötig werden, können DS-Dichtungstechnik-Abzweige bei der nächsten Sammler-Erneuerung oder -Teilerneuerung eingeplant werden.
Die Position des Abzweigs im Rohrstrang wird bei der Bestellung festgelegt. Die Orientierung des Rohrs beim Einbau ist entscheidend: Die Bohrung muss genau zur Seite des Zulaufs zeigen, sonst liegt der Anschlusspunkt an der falschen Stelle. Vor dem Einstecken des Anschlussrohrs (Stz oder PVC) ist das Spitzende zu fasen und mit Gleitmittel zu versehen, damit die Dichtmanschette nicht umklappt oder beschädigt wird. Bei der Verlegung des Trägerrohrs: Aufgrund der Großnennweite ist Hebezeug ab der 30- bis 80-Tonnen-Klasse erforderlich. Für Einbetten, Verfüllen und Verdichten gelten DIN EN 1610 und das Arbeitsblatt DWA-A 139.
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 18
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 31
Funktional keiner – dieselbe DS-Dichtungstechnik, dieselben Anschluss-Nennweiten, derselbe Bohrungsdurchmesser. Der Unterschied liegt ausschließlich in der Trägerrohr-Nennweite: K-GM für Sammlernennweiten DN 300 – DN 1200, K-FM für Sammlernennweiten DN 1300 – DN 2500. Die Muffenform des Trägerrohrs ist entsprechend angepasst (Glockenmuffe beim K-GM, Falzmuffe beim K-FM).
Standardmäßig DN 150 (Bohrungsdurchmesser 181 mm) und DN 200 (Bohrungsdurchmesser 232 mm). Andere Anschluss-Nennweiten auf Anfrage. Für Anschlüsse größer DN 200 wird konstruktiv eher ein eigener Krümmer/Sammler in den Hauptsammler eingebunden statt eines DS-Dichtungstechnik-Abzweigs.
Nein – bei einem DN 2000-Trägerrohr ist eine 181 mm-Bohrung im Vergleich zum Rohrumfang (etwa 6,3 m) sehr klein. Der Anteil der Bohrung am Umfang ist unter 3 Prozent; die werkseitig abgestimmte Bohrungsposition berücksichtigt dabei die statischen Anforderungen der Bewehrung.
Ja – mehrere Abzweige an unterschiedlichen Positionen desselben Rohrs sind möglich, sofern sie einen ausreichenden Mindestabstand zueinander haben und nicht in den Muffenbereich fallen. Die konkrete Anordnung ist bei der Bestellung abzustimmen.
Ja. Bei Großsammlern sind Sonderabzweige (45°, 60°) konstruktiv gut machbar; die werkseitige Fertigung erlaubt praktisch jeden Winkel.
Die werkseitige Qualitätskontrolle prüft jede Bohrung auf Maßhaltigkeit und den Sitz der Dichtmanschette. Nach dem Einbau auf der Baustelle erfolgt die Dichtheitsprüfung der gesamten Leitung nach DIN EN 1610 – der DS-Dichtungstechnik-Anschluss ist in dieser Gesamtprüfung enthalten.
Das Standardprogramm reicht bis DN 2500 als Trägerrohr. Für DN 2500 bis DN 3000 ist eine Sonderanfertigung auf Anfrage möglich. Bei Nennweiten ab DN 3000 werden Seitenanschlüsse oft konstruktiv anders gelöst (eigene Seitenzuläufe über Sammelschächte statt DS-Dichtungstechnik-Abzweig).