Start » Stahlbetonrohre » Formstücke » Stahlbeton-Eiprofilrohre mit aufgesetzten Schächten & Krümmer DN 700/1050 – DN 1400/2100
Eiprofil-Krümmer mit werkseitig aufgesetztem Schacht, hergestellt nach DIN EN 1916 und DIN V 1201 im Nennweitenbereich DN 700/1050 bis DN 1400/2100. Die maximale Abwinklung beträgt 35 gon pro Rohr und Knick – bei größeren Abwinklungen sind mehrere aufeinander folgende Krümmer notwendig.
Eiprofil-Sammler werden vorzugsweise bei Schmutzwasserkanälen mit hoher Tagesganglinien-Schwankung eingesetzt, weil das schmale, hohe Profil auch bei Trockenwetter-Abfluss eine gute Selbstreinigung durch ausreichende Fließgeschwindigkeit erreicht. An Knotenpunkten müssen auch Eiprofilleitungen Richtungsänderungen vollziehen – der integrierte Krümmer mit aufgesetztem Schacht ist dafür die werkseitig vorgefertigte Standardlösung. Die maximale Abwinklung pro Rohr und Knick beträgt 35 gon (ca. 31,5°). Bei größeren Gesamt-Abwinklungen werden mehrere Krümmer hintereinander geschaltet. An jedem Krümmer sitzt werkseitig ein aufgesetzter Schachtaufsatz – das erfüllt die DIN EN 752-Anforderung nach Einstiegen an Knotenpunkten.
| Nennweite DN [mm] |
Schachthöhe h [m] |
max. Abwinklung pro Rohr und Knick [gon] |
|---|---|---|
| 700/1050 | 1,60 | 35 |
| 700/1250 | 1,80 | 35 |
| 800/1200 | 1,75 | 35 |
| 900/1350 | 1,90 | 35 |
| 1000/1500 | 2,10 | 35 |
| 1200/1800 | 2,45 | 35 |
| 1400/1210 | 2,75 | 35 |
Der Eiprofil-Krümmer mit aufgesetztem Schacht ist das Pendant zu den abgewinkelten Aufsätzen der Kreisrohr-Produktlinie – optimiert auf die besonderen hydraulischen und geometrischen Anforderungen des Eiprofils. Er schließt die Lücke zwischen geraden Eiprofilrohren und den zugehörigen Formstücken an Knotenpunkten.
Die 35-gon-Grenze (ca. 31,5°) ist hydraulisch und konstruktiv bedingt: Bei größeren Einzelabwinklungen entstehen zu starke Strömungsverluste im Eiprofil-Querschnitt – die schlanke, hohe Geometrie reagiert empfindlicher auf Umlenkungen als das Kreisprofil. Bei größeren Gesamt-Abwinklungen werden entsprechend mehrere Krümmer hintereinander eingesetzt.
Der Schacht wird werkseitig auf das Krümmerbauteil aufgesetzt – mit einer Schachthöhe von 1,60 m (DN 700/1050) bis 2,75 m (DN 1400/1210), abgestimmt auf die Geometrie des Eiprofil-Scheitels und die erforderliche Arbeitshöhe für Wartungspersonal.
Die Rohranschlüsse haben dieselbe Muffenausführung wie die Eiprofil-Regelrohre derselben Nennweite – mit integrierter Dichtung für eine dauerhaft dichte Verbindung. Das erlaubt einen fluchtgerechten Einbau im Rohrstrang ohne Sonderadapter.
Die Schachthöhen sind nach Nennweite gestaffelt, weil die Eiprofil-Innenhöhe mit der Nennweite steigt: Bei DN 1400/2100 beträgt die Innenhöhe bereits 2,10 m plus einen Scheitel-Raum, daher die Schachthöhe von 2,75 m bis zum Einstieg.
Ein generischer Krümmer würde die besondere Geometrie des Eiprofils nicht berücksichtigen. Die werkseitige Fertigung als speziell ausgelegtes Eiprofil-Bauteil stellt sicher, dass die Innenkontur im Krümmer sauber verläuft und keine toten Zonen mit Ablagerungsgefahr entstehen.
Die Alternative wäre ein separater Eiprofil-Schacht an der Knickstelle. Solche Schächte sind als Standardbauteile praktisch nicht verfügbar und müssten projektspezifisch aus Ortbeton hergestellt werden – mit entsprechender Bauzeit und Kostenaufwand.
Die Schalungserhärtete Fertigung mit integrierter Dichtung ist identisch zum Standard-Eiprofil. Das heißt: Dieselbe Oberflächenqualität, dieselbe Maßhaltigkeit, dieselbe Dichtungsausführung und dieselbe Nutzungsdauer (100 Jahre und mehr).
Schalungserhärtete Eiprofilbauteile mit aufgesetztem Schacht sind anspruchsvoll in der Fertigung – sie erfordern spezielle Schalungen und einen sehr genauen Fertigungsablauf. Die werkseitige Herstellung unter kontrollierten Bedingungen sichert die Maßhaltigkeit, die auf der Baustelle nicht erreichbar wäre.
Der Krümmer ist Teil der konsistenten Eiprofil-Produktlinie und kann direkt mit Einbinderingen Eiprofil DN 500/750 – DN 1400/2100 sowie anderen Eiprofil-Formstücken zu einem durchgängigen Schmutzwassersammler kombiniert werden.
Typischer Einsatz bei städtischen Schmutzwasser-Hauptsammlern in Eiprofilausführung, die an Straßenkreuzungen oder Grundstücksgrenzen Richtungsänderungen vollziehen müssen.
Wo ein Eiprofil-Nebensammler in einen Eiprofil-Stammsammler einmündet, ist häufig ein Knick im Zulauf erforderlich, um den Einmündungswinkel hydraulisch korrekt zu gestalten.
Bei der Erweiterung bestehender Eiprofil-Sammlernetze sind oft mehrfache kleinere Knicke nötig, um an vorgegebene Trassenpunkte anzuschließen. Mehrere Krümmer mit Einzelabwinklungen bis 35 gon hintereinander erzeugen die erforderliche Gesamt-Abwinklung.
Wo Eiprofilrohre bei Bachverrohrungen oder Durchlässen eingesetzt werden – etwa weil die geringe Bauhöhe des Profils passt –, sind an geometrischen Zwangspunkten des Bachlaufs Krümmer erforderlich.
Der Einbau des Eiprofil-Krümmers entspricht dem eines Standard-Eiprofil-Regelrohrs derselben Nennweite – mit einer wichtigen Besonderheit: Die Orientierung der Einbaulage muss absolut korrekt sein (Scheitel oben, Sohle unten), sonst verdreht sich das Eiprofil gegen das anschließende Regelrohr. Die werkseitigen Markierungen am Rohr sind vor dem Einheben zu prüfen. Die DEHA-Anker oder Hebeösen sind werkseitig so positioniert, dass das Rohr beim Einheben waagerecht in die korrekte Orientierung hängt. Beim Fügen an das anschließende Regelrohr erfolgt eine feine Rotationsjustierung per Laser-Zieltafel. Bei Druckleitungen oder starken Abwinklungen am Krümmer: Widerlager-Bemessung projektspezifisch. Für Einbetten, Verfüllen und Verdichten gelten DIN EN 1610 und das Arbeitsblatt DWA-A 139.
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Sieben Standardausführungen von DN 700/1050 bis DN 1400/1210 (siehe Datentabelle). Die Nennweiten-Bezeichnung folgt der Eiprofil-Konvention: Breite/Höhe in mm. Bei DN 1400/1210 liegt die Breite nahe an der Höhe – bei diesem Nennweitenbereich geht das Eiprofil in ein sehr flaches Profil über.
Pro Krümmer und Knick maximal 35 gon (ca. 31,5°). Bei größeren Gesamt-Abwinklungen werden mehrere Krümmer hintereinander eingesetzt. Für eine 90°-Richtungsänderung werden also typisch drei Krümmer à ca. 33 gon verkettet.
Das Eiprofil mit seiner schlanken, hohen Geometrie reagiert empfindlicher auf Strömungsumlenkung als das Kreisprofil. Zu starke Einzel-Abwinklungen würden im engen oberen Bereich des Profils zu Turbulenzen führen und die Strömungsqualität beeinträchtigen. Die 35-gon-Grenze sichert hydraulisch einwandfreien Betrieb.
Die Schachthöhe ist nach Nennweite gestaffelt: 1,60 m bei DN 700/1050, 2,75 m bei DN 1400/1210. Die Staffelung folgt der Innenhöhe des Eiprofils – bei größeren Nennweiten braucht der Einstieg entsprechend mehr Raum über dem Eiprofil-Scheitel.
Ja – die Schachthöhen von 1,60 bis 2,75 m sind bewusst so bemessen, dass Personal mit Schutzausrüstung einsteigen und bis in den Eiprofil-Querschnitt gelangen kann. Ab DN 700/1050 ist der Eiprofil-Innenraum begehbar (etwas eingeschränkt, aber für kurze Inspektions- und Spülgänge ausreichend).
Ja – die Muffen sind identisch zu den Regelrohren derselben Eiprofil-Nennweite. Der Krümmer lässt sich deshalb ohne Sonderadapter in einen Rohrstrang aus Eiprofil-Regelrohren einfügen.
Ja – Sonderabwinklungen unterhalb der 35-gon-Grenze (z. B. für exakte Anpassung an bauseitige Knickwinkel), Sonderbaulängen und abweichende Schachtaufbauhöhen sind auf Anfrage möglich. Die werkseitige Vorkonfektionierung erfordert eine frühzeitige Abstimmung mit dem Vertrieb und dem Hersteller.