Start » Schachtbauteile » Monolithische Behälter » Absenkschächte aus Stahlbeton – Schneidschuh-Verfahren
Absenkschächte sind Stahlbeton-Schachtbauwerke, die sich durch ihr eigenes Gewicht in den Boden absenken. Die angeschrägte Unterkante am ersten Schachtsegment – der Schneidschuh – dringt beim Absenken in den Boden ein. Durch kontrollierten Aushub im Inneren sinkt der Betonring schrittweise nach unten, während oben weitere Schachtsegmente aufgesetzt werden.
Beim Absenkverfahren wirkt der Schacht selbst als Baugrubensicherung. Der angeschrägte Schneidschuh an der Unterkante führt das Bauwerk vertikal und dringt beim Absenken in den Boden ein. Das erste Schachtsegment wird am Einbauort platziert und durch Aushub im Inneren in Bewegung gebracht; weitere Segmente werden von oben aufgesetzt, bis die Zieltiefe erreicht ist.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Fertigung | projektspezifisch, „fix und fertig“ |
| Schneidschuh | werkseitig am Unterteil integriert |
| Baugrubensicherung | im Schacht integriert (keine separate Verbauwand) |
| Aushubverfahren | Trocken- oder Nassaushub |
| Grundwasserabsenkung | nicht erforderlich |
| Einbautiefe | theoretisch unbegrenzt (10, 20, 30+ m wirtschaftlich) |
| Beton | C 35/45 (Standard), HS-Zement auf Wunsch |
| Verlegeanker | 3 × 6–10 t oder 3 × 12–20 t je nach Bauteilgewicht |
Absenkschächte sind überall dort die wirtschaftlich und technisch überlegene Lösung, wo offene Baugruben ausscheiden: bei großen Einbautiefen, in innerstädtischen Bereichen mit eng bebauten Nachbargrundstücken, bei hohem Grundwasserstand oder in ökologisch sensiblen Gebieten. Das Bauverfahren spart nicht nur erhebliche Kosten für Grundwasserabsenkung und Baugrubenverbau, sondern schützt auch die Umgebung vor Setzungen.
Die angeschrägte Unterkante am ersten (untersten) Schachtsegment. Der Schneidschuh dringt beim Absenken in den Boden ein, reduziert die Reibung und führt den Schacht vertikal.
Der Prozess, bei dem der Schacht durch Aushub im Inneren und sein Eigengewicht kontrolliert in den Boden absinkt. Im Unterschied zum klassischen Tiefbau wird die Baugrube nicht vor dem Schacht ausgehoben, sondern durch den Schacht selbst.
Aushub des Bodenmaterials unter Wasser, typisch mit ferngesteuertem Greifer. Erlaubt das Absenken auch unter dem Grundwasserspiegel ohne Wasserhaltung.
Nach Erreichen der Zieltiefe wird bei Nassaushub eine Betonsohle unter Wasser eingebracht. Erst nach Aushärten wird der Schacht leergepumpt und die Sohle trocken nachbearbeitet.
Da der Schacht selbst als Baugrubensicherung wirkt, entfallen Böschungen, Spundwand-Verbau, Bohrpfähle und Baugrubenabbau rund um das Bauwerk. Ideal für innerstädtische Bereiche zwischen bestehender Bebauung, in Industrieanlagen zwischen Fundamenten oder Rohrleitungen.
Der Aushub kann im Nassverfahren unter Wasser erfolgen. Nach Erreichen der Zieltiefe wird eine Unterwasserbetonsohle eingebracht und dann erst wird der Schacht leergepumpt. Das schützt Nachbargebäude vor Setzungen durch Grundwasserabsenkung und erspart die Kosten der Wasserhaltung – oft der größte Einzelposten bei Tiefbauprojekten.
Durch das Aufsetzen immer neuer Ringe sind Tiefen von 10, 20 oder mehr Metern wirtschaftlich realisierbar. Die Einbautiefe wird nur durch die Statik des Bauwerks und die Bodenverhältnisse begrenzt, nicht durch die Leistungsfähigkeit offener Baugruben.
Arbeitspersonal arbeitet stets innerhalb des geschützten Betonschachts (bei Trockenaushub). Bei Nassaushub erfolgt der Aushub ferngesteuert ohne Personal in der Grube – maximale Arbeitssicherheit auch bei sehr tiefen Bauwerken.
Oft sehr tiefe Bauwerke im Grundwasser mit absoluter Dichtheits-Anforderung. Das hohe Eigengewicht des Absenkschachts sichert zudem gegen Auftrieb auch im leergepumpten Zustand.
Siehe separate Produktseite „Absenkschächte für Microtunneling DN 1500–3200″ – spezialisierte Variante mit werkseitig vorbereiteten Durchfahröffnungen.
Große Wasservolumen in dicht besiedelten Gebieten, wo für offene Baugruben der Platz fehlt. Der Absenkschacht liefert das komplette Bauwerk mit integrierter Dichtung und Auftriebssicherung.
Wartungsschächte in sehr tief liegenden Hauptsammlern der Kanalisation – besonders an historischen Städten mit tief gelegenem Kanalnetz.
Bei reibungsintensiven Böden (z. B. dichter Sand, Kies) kann der Schacht „stecken bleiben“. Lösung: Bentonit-Schmiermittel werden zwischen Schachtaußenwand und Boden eingebracht, um die Reibung zu reduzieren. Die Vertikalität des Bauwerks muss während des Absenkens laufend kontrolliert werden – einmal aus der Flucht geraten, ist eine Korrektur aufwendig. Nach Erreichen der Zieltiefe bei Nassaushub: Unterwasserbetonsohle einbringen, aushärten lassen, Schacht leerpumpen, Sohle trocken nachbearbeiten. Bei Trockenaushub kann die Bodenplatte direkt in regulärer Technik betoniert werden.
Bei kleinen Einbautiefen (< 5 m) ist ein klassischer Verbau mit Spundwand oder Verbauträgern oft günstiger. Ab Tiefen von 5–8 m kippt die Kosten-Nutzen-Rechnung zunehmend zugunsten des Absenkschachts: Die Wasserhaltung wird teurer (oft Hauptkostenblock), der Verbau wird aufwendiger und die Genehmigungsfähigkeit in innerstädtischen Lagen wird problematisch. Bei Einbautiefen > 10 m und/oder hohem Grundwasserstand ist der Absenkschacht fast immer die wirtschaftlichste Lösung.
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 18
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 31
Ein Stahlbeton-Schacht mit Schneidschuh-Konstruktion, der sich durch Eigenaushub im Inneren und sein Gewicht in den Boden absenkt. Das Bauwerk wirkt gleichzeitig als Baugrubensicherung – keine separate Verbauwand erforderlich.
Bei großen Einbautiefen, beengten Baustellenverhältnissen oder hohem Grundwasserstand, wo eine offene Baugrube nicht wirtschaftlich ist. Typische Szenarien: innerstädtische Baustellen zwischen bestehender Bebauung, Baustellen in Grundwassergebieten, Bauwerke mit Einbautiefen über 10 m.
Nein – Absenkschächte können im Nassaushub (unter Wasser) eingebaut werden. Das schützt Nachbargebäude vor Setzungen durch Grundwasserabsenkung und erspart die Kosten der Wasserhaltung.
Theoretisch unbegrenzt; in der Praxis 10 bis über 20 m wirtschaftlich realisierbar. Die Einbautiefe wird durch die Statik des Bauwerks und die Bodenverhältnisse begrenzt, nicht durch die Bauverfahren.
Minimaler Platzbedarf über Tage (kein Baugruben-Verbau nötig), Schutz der Umgebung vor Setzungen durch entbehrliche Grundwasserabsenkung, beliebige Einbautiefen und maximale Arbeitssicherheit durch das geschützte Arbeiten im Inneren des Betonschachts.
Tiefe Pumpwerke, Start- und Zielschächte für grabenlosen Rohrvortrieb, tiefe Sammelbehälter, Regenrückhaltebecken in dicht besiedelten Gebieten und tiefe Revisionsschächte in historischen Kanalnetzen.
Nach Erreichen der Zieltiefe bei Nassaushub wird eine Unterwasserbetonsohle eingebracht. Nach Aushärten wird der Schacht leergepumpt und die Sohle trocken nachbearbeitet. Bei Trockenaushub kann die Bodenplatte direkt in regulärer Technik betoniert werden.