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Die Rahmendurchlässe mit Vouten und Trockenwetter-Rinne sind projektspezifische Sonderausführungen des Standardelements mit zwei konstruktiven Aufwertungen: Vouten als Eckverstärkungen zwischen Wand und Decke bzw. Sohle sowie eine integrierte Trockenwetter-Rinne im Sohlbereich – beide Merkmale werden direkt im Gießverfahren in die Schalung eingeformt.
Die Ausführung mit Vouten und Trockenwetter-Rinne kombiniert die bewährte Grundtechnologie des Standardelements – Gießverfahren mit Erhärtung in der Schalung, Stahlbeton C 35/45, Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung nach DIN 4060 – mit zwei konstruktiven Optimierungen, die speziell für Mischwasserkanäle, Stauraumkanäle und große Durchlässe unter Verkehrswegen entwickelt wurden.
| Parameter | Wert |
|---|---|
| Wandstärken | 20, 25 oder 30 cm (nach ZTV-Ing) |
| Regelbaulänge | 300 cm |
| Druckwasserdichtheit | bis 0,5 bar |
| Maximale Abmessungen | bis 650 × 300 cm (auf Anfrage) |
| Voutenform | schräge Eckverstärkung, werkseitig in Schalung eingeformt |
| Trockenwetter-Rinne | Sohlvertiefung nach Kundenvorgabe |
| Dichtung | Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung nach DIN 4060 |
| Beton | C 35/45 (Standard), HS-Zement auf Wunsch |
Rahmendurchlässe mit Vouten und Trockenwetter-Rinne sind die Premium-Ausführung der Rahmenbauteile – sie kombinieren statische Optimierung mit hydraulischer Effizienz in einem Bauteil. Wo das Standardelement für Stauräume und Versorgungskanäle ausreicht, kommen Rahmendurchlässe mit Vouten und TWR dort zum Einsatz, wo höchste statische Belastungen oder spezielle Abflussbedingungen vorliegen.
Die schrägen Eckverstärkungen zwischen den vertikalen Wänden und der horizontalen Decke oder Sohle reduzieren die Biegemomente im Feld und die Querkräfte in den Ecken. Der Kraftverlauf im Bauwerk wird harmonischer, Risse in den hochbelasteten Eckbereichen werden vermieden.
Die effektive Höhe des Querschnitts wächst in den hochbelasteten Eckbereichen durch die Voute an. Das Bauteil kann bei gleicher Bewehrung höhere Lasten aufnehmen oder bei gleicher Last schlanker ausgeführt werden.
Beton wird dort konzentriert, wo er statisch benötigt wird – in den Rahmenecken. In der Feldmitte können geringere Wandstärken realisiert werden, was das Gesamtgewicht und damit auch Transport- und Hebezeugaufwand reduziert.
Die abgerundeten bzw. abgeschrägten Ecken führen zu einer ästhetisch ansprechenderen Innengeometrie – ein Vorteil bei Anwendungen mit Sichtfunktion wie Fußgängertunneln oder großen Durchlässen.
Bei geringem Wasserabfluss konzentriert die Rinne den Volumenstrom auf einen schmalen Querschnitt. Die dadurch erhöhte Fließgeschwindigkeit bewirkt eine hohe Schleppkraft, die Sedimente wie Sand und Schlamm auch bei Niedrigwasser abtransportiert.
Weniger Ablagerungen bedeuten weniger Spülintervalle. Kanalbetreiber sparen langfristig Kosten für den operativen Unterhalt, weil die hydraulische Selbstreinigung viele Reinigungszyklen ersetzt.
In Durchlässen für Fließgewässer (Bachverdolungen) ermöglicht die Trockenwetter-Rinne auch bei Niedrigwasserstand eine durchgängige Wasserführung – Kleinstlebewesen und Fische können den Durchlass passieren.
Bei Starkregenereignissen steht der volle Rechteckquerschnitt für den Abfluss zur Verfügung. Die Trockenwetter-Rinne reduziert die Gesamtkapazität des Kanals nicht messbar, verbessert aber die Hydraulik im Alltag erheblich.
Kanäle, die sowohl Schmutz- als auch Regenwasser führen. Bei Trockenwetter geringe Schmutzwassermengen, bei Regen der volle Durchfluss – die Trockenwetter-Rinne deckt genau dieses Anforderungsprofil ab.
Kanäle, die Regenwasser bei Starkregen speichern und gedrosselt abgeben. Die Vouten nehmen den zusätzlichen statischen Druck durch die Wasserfüllung auf; die TWR führt den gedrosselten Abfluss in der Sohle.
Bachverdolungen und Durchlässe für Fließgewässer. Die Rinne erhält die ökologische Durchgängigkeit für Kleinstlebewesen auch bei Niedrigwasser – ein zunehmend wichtiges Kriterium bei Genehmigungsverfahren.
Unterführungen unter Autobahnen, Schienentrassen oder Kreuzungen mit extremer Verkehrsbelastung. Die Vouten ermöglichen schlankere Feldquerschnitte bei gleichzeitig höchster Lasttragfähigkeit in den Ecken – besonders relevant bei geringer Überdeckung.
Rahmendurchlässe mit Vouten und TWR sind projektspezifische Sonderausführungen. Für die Planung werden vom Auftraggeber die lichten Maße (B × H), die gewünschte Voutengeometrie (Länge und Radius bzw. Schrägenmaß), die TWR-Geometrie (Tiefe, Breite, Verlauf) sowie die Lastklasse benötigt. Das Werk stellt eine prüffähige Statik auf Anforderung zur Verfügung. Der Baustelleneinbau erfolgt analog zum Standardelement: sauber abgezogenes Sand-Kies-Planum, Absetzen mit Kran über die integrierten Kugelkopf-Verlegeanker, Ausrichtung und Verbindung mit dem Folgebauteil per Ziehgerät oder Kettenzug. Die Fließrichtung der Trockenwetter-Rinne muss beim Absetzen kontrolliert werden.
Die Doppelkeil-Gleitquetschringdichtung ist nach DIN 4060 geprüft; Elastomere nach DIN EN 681-1. Wandstärken nach ZTV-Ing, Bemessung nach Eurocode 2 (DIN EN 1992-1). Bei aggressiven Medien kommt HS-Zement oder eine PE-HD-Auskleidung nach Bewertung der Umgebung gemäß DIN 4030 zum Einsatz.
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 18
Vertrieb
Tel.: 07153 | 9395 - 31
Vouten sind schräge oder abgerundete Eckverstärkungen zwischen den vertikalen Wänden und der horizontalen Decke bzw. Sohle des Rahmens. Sie erhöhen die Steifigkeit der Rahmenecken, reduzieren Biegemomente im Feld und Querkräfte in den Ecken und sorgen für einen harmonischeren Kraftverlauf im Bauteil.
Eine Trockenwetter-Rinne (TWR) ist eine Vertiefung in der Sohlplatte des Rahmens. Bei geringem Wasserabfluss konzentriert sich der Volumenstrom in dieser Rinne, die höhere Fließgeschwindigkeit erhöht die Schleppkraft und verhindert Sedimentationen. Bei Starkregen steht der volle Rechteckquerschnitt zur Verfügung.
Immer dann, wenn hohe statische Belastungen auftreten (Vouten) oder ein Mischwasser- bzw. Stauraumkanal mit variablen Abflussmengen gebaut wird (TWR). Bei rein geradlinigen Versorgungskanälen mit konstantem Volumenstrom ist das Standardelement meist die wirtschaftlichere Wahl.
Wie beim Standardelement sind Wandstärken 20, 25 oder 30 cm und Abmessungen bis 650 × 300 cm realisierbar. Voutengeometrie und TWR-Form werden projektspezifisch nach Kundenvorgabe gefertigt.
Nein, im Gegenteil – die Sohlvertiefung reduziert das Betonvolumen geringfügig und damit auch das Bauteilgewicht. Die statische Tragfähigkeit bleibt erhalten, weil die Sohle an den Randbereichen ihre volle Stärke behält.
Nein, beide Merkmale können unabhängig voneinander bestellt werden. Vouten allein sind sinnvoll bei rein statisch motivierten Anforderungen (z. B. Durchlässe unter Verkehrswegen ohne Mischwasser). TWR allein ist sinnvoll bei Mischwasserkanälen mit Standardbelastung. Die Kombination ist die Premium-Variante für Stauraumkanäle und Hochlastdurchlässe.
Das Standardelement hat gerade Wände und eine ebene Sohle – die Großserien-Variante für Stauräume, Düker und Versorgungskanäle. Rahmendurchlässe mit Vouten und TWR werden projektspezifisch gefertigt und enthalten Eckverstärkungen sowie ein integriertes Sohlgerinne. Die Bauweise ist dieselbe (Gießverfahren, DIN-4060-Dichtung), die konstruktive Aufwertung macht sie zur Premium-Ausführung.